Sommer-Urlaub 2010: So purzeln die Preise

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Die Sommerkataloge der Reiseveranstalter sind da. Mitten im Winter. Die wichtigste Nachricht: Die Urlaubspreise fallen.

München - Die Sommerkataloge der Reiseveranstalter sind da. Mitten im Winter. Die wichtigste Nachricht für alle Weltenbummler: Die Urlaubspreise purzeln.

Der Urlaub hat uns wieder. Trotz Wirtschaftskrise und unsicheren Zeiten vermeldeten die Reiseveranstalter in diesen Tagen bei der Präsentation ihrer Sommerkataloge unisono zufriedenstellende Ergebnisse für die vergangene Saison. Nahziel oder Fernost, Mittelmeer oder Malediven – alles in allem ist es wider Erwarten gut gelaufen.

Große Länder-Tabelle: So purzeln die Urlaubspreise

Große Länder-Tabelle: So purzeln die Urlaubspreise

Aber die Deutschen sind nicht nur Reise-Weltmeister, sie sind auch Spar-Weltmeister, denen die happigen Urlaubspreise im vergangenen Jahr ein Dorn im Auge waren und den einen oder anderen Reiseplan von der Karibik nach Kärnten umgelenkt hatten.

Jetzt machen die Veranstalter die Rolle rückwärts. Sie haben den Rotstift angesetzt – und aus den Preiserhöhungen von durchschnittlich fünf Prozent aus dem vergangenen Jahr wurden wie durch Zauberhand Preissenkungen in mindestens gleicher Größenordnung.

Wirklich verbiegen muss sich dafür keiner, denn die inzwischen wieder gesunkenen Kerosinkosten und ein günstiger Dollarkurs, an den die meisten Reiseländer weltweit gekoppelt sind, machen den Urlaubs-Preisrutsch zum Kinderspiel.

Aber eine einheitliche Formel gibt es nicht. Wie kalkuliert wird, hängt auch von den individuellen Firmenpolitik ab, davon, in welchem Land der Veranstalter vielleicht seine Vormachtstellung behalten oder sich in Zukunft besonders profilieren will. So hält zum Beispiel die TUI das Preisniveau für Südafrika auch im Hinblick auf die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft konstant, während Neckermann Reisen am so genannten Happy End Afrikas Vergünstigungen bis zu elf Prozent ankündigt.

Unterschiedlich auch die Einschätzung der karibischen Urlaubsziele. Die TUI setzt auf die Reggae-Insel Jamaika, freut sich dort über zweistellige Zuwachsraten, wie TUI-Chef Volker Böttcher auf der Pressekonferenz in der Hafenstadt Ocho Rios verkündete. Der Positiv-Trend soll mit günstigen Kalkulationen fortgesetzt werden. Andere Veranstalter punkten auf anderen Inseln der Karibik. Tjaereborg senkt die Preise in der Dominikanischen Republik um acht Prozent, Thomas Cook Reisen geht bei seinem Kuba-Programm preislich um durchschnittlich sechs Prozent runter.

Bleibt dann noch die Frage, wo denn in diesem Sommer am meisten einzusparen ist bzw. wo die Veranstalter am meisten auf Sparflamme kalkulierten. Auf alle Fälle gehören dazu Sri Lanka mit Abschlägen bis zu 15 Prozent und Thailand (minus 13 Prozent), aber auch die Luxus-Destination Mauritius und der Inselstaat der Malediven (je 15 Prozent). Entscheidend sollten solche Argumente für die Wahl des Reiseziels aber nicht sein. Denn das wirkliche Urlaubsglück lässt sich nur bedingt mit Geld kaufen.

Christine Hinkofer

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