Artenschutz: Deutschland erwartet Streit um Elfenbein

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Parkranger untersuchen im Tsavo-Nationalpark in Kenia einen Ort, an dem zehn Elefanten von Wilderern wegen ihrer Stoßzähne abgeschlachtet wurden. Foto: Stephen Morrison/Archiv

Berlin (dpa) - Der Handel mit Elfenbein wird nach Einschätzung der Bundesregierung noch in diesem Jahr zu heftigen Auseinandersetzungen der internationalen Staatengemeinschaft führen.

"Wir werden sehr, sehr intensive und emotionale Debatten haben", sagte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth am Mittwoch in Berlin. Er hoffe aber, dass die 182 Mitgliedsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens zu der gemeinsamen Einschätzung kämen, dass der Handel nicht nur illegal, sondern auch unmoralisch sei.

Für eine Artenschutz-Konferenz im Herbst haben Namibia und Zimbabwe beantragt, den Handel mit Elfenbein wieder zu legalisieren. Beide Länder haben gesunde Elefanten-Populationen. "Wir werden garantiert nicht zustimmen", sagte Flasbarth. "Wir wollen auch jetzt keine Diskussion über Kriterien, nach denen man den Handel in Zukunft wieder zulassen könnte." Die Erfahrung habe gezeigt, dass legaler Handel mit Elfenbein auch den illegalen Handel befeuere statt die Nachfrage auszutrocknen.

Wenn die Staatenvertreter auf den alle drei Jahre stattfindenden Konferenzen sich nicht einig sind, wird abgestimmt. Ein Antrag braucht dann eine Zweidrittelmehrheit, um durchzukommen. Deutschland ist dem Washingtoner Artenschutzabkommen, dass auch Cites genannt wird, am 20. Juni vor 40 Jahren beigetreten.

Anträge für die nächste Artenschutz-Konferenz

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