Peinlicher Schnitzer

Firma tituliert Bewerber als „Neger“

Hilversum - Ein Elektronikunternehmen im niederländischen Arnheim  hat einen Praktikanten  mit der Begründung abgelehnt, er sei ein „Neger“. Mit der eigentlich internen Notiz, handelte sich die Firma jetzt eine Anzeige ein.

Peinlich: Die interne Mail ging aus Versehen auch an den Bewerber, wie der niederländische Rundfunk am Mittwoch berichtete. Der junge Mann erstattete Anzeige wegen Diskriminierung.

Die E-Mail aus der Firma lautete: „Hab' noch eben draufgeschaut, ist nichts. Zum einen ein Dunkelfarbiger (Neger). Und im Lebenslauf wenig bis gar keine Erfahrung mit Computern etc.“ Der Bewerber und unbeabsichtigte Adressat der Mail zeigte sich dem öffentlich-rechtlichen Sender NPO zufolge schockiert.

Die Personalabteilung schickte nach seinen Angaben eine zweite E-Mail hinterher und entschuldigte sich mit dem Hinweis, der Begriff „Neger“ werde von einem dunkelhäutigen Mitarbeiter des Unternehmens selbst verwendet. Vom Sender kontaktiert, bestritt dieser die Darstellung, ergänzte aber, ihm sei vor zwei Monaten gekündigt worden. Der Firmeninhaber erklärte laut NPO, er habe von der Mail nichts gewusst. Der Vorgang werde Konsequenzen haben.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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