Sorge um Komet?

Asteroid Apophis ändert Flugbahn – Einschlag 2068 dennoch unwahrscheinlich

Asteroid Apophis wurde 2004 entdeckt. Nun hat er plötzlich seine Flugbahn geändert – doch laut Forscherinnen und Forscher drohe keine Gefahr im Jahr 2068.

Honolulu – Schon im Jahre 2004 war die Angst vor dem Asteroiden namens Aphosis riesengroß. Es war das Jahr seiner Entdeckung – und auch 17 Jahre später soll er internationale Astronomen auf Trab halten. Sein Name kommt nicht von ungefähr: Der Weltall-Brocken ist nach dem ägyptischen Gott des Chaos benannt. Zunächst hielten Experten es noch für unwahrscheinlich, dass sich sein Weg mit der Erde innerhalb der nächsten hundert Jahre kreuzen könnte. Doch jetzt hat sich die Flugbahn des Asteroiden plötzlich geändert – und die Gefahr erscheint nun größer denn je.

Asteroid:Apophis
Radius:185 m
Masse:2,699 × 10^10 kg
Datum der Entdeckung:19. Juni 2004

Asteroid Aphosis verändert seine Laufbahn

Der 370 Meter große Brocken bahnt sich weiter seinen Weg. Hatten Forscher einen Aufprall des Asteroiden Aphosis mit der Erde zunächst ausgeschlossen, scheint die Gefahr aus dem All nun doch unmittelbar. Der vermeintlich unaufhaltsame Asteroid hat seine Laufbahn geändert und könnte bereits in 47 Jahren großes Unheil auf der Erde ausrichten.

„Unsere Beobachtungen zeigen, dass der Asteroid von seinem rein gravitativen Orbit wegdriftet“, beobachte kürzlich der amerikanische Astronom Dave Tholen. Der Experte ist Teil des Forscherteams der Universität von Hawaii, die Aphosis 2004 entdeckt hatten. Dem Experten zufolge scheint die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenstoßes mit der Erde im Jahre 2068 nicht ausgeschlossen zu sein. Ob ein gemeinsamer Asteroid-Rettungsplan der Nasa und Esa* das Schreckensszenario abwenden kann, ist aktuell noch fraglich.

Asteroid-Kurswechsel von Apophis begünstigt vom „Jarkowski-Effekt“

Bereits Anfang des Jahres sprach der Forscher Alan Harris von einer 100 prozentigen Wahrscheinlichkeit, dass ein Asteroid mit der Erde kollidieren könnte*. In 47 Jahren könnte es nun also so weit sein. Der Grund für den plötzlichen Kurswechsel des gefährlichen Brockens machen Forscher anhand des sogenannten „Jarkowski-Effekt“ aus.

Asteroid Aphosis hat seine Flugbahn verändert und droht im Jahre 2068 mit der Erde zu kollidieren. (Symbolbild)

Der Asteroid sei einer ungleichmäßigen Sonnenbestrahlung ausgesetzt. Dieser Umstand hat zu Folge, dass eine Seite des Himmelskörpers wärmer ist als die andere. Dadurch dass nun die wärmere Seite des Asteroiden mehr Infrarotstrahlung ins All befördert, erfährt die wärmere Seite einen stärkeren Rückstoß. Die Kraft, die auf den Asteroiden wirkt, ist zwar gering, führt aber wie etwa beim Asteroid Aphosis zu einer eben solchen Entwicklung. Im Laufe der Zeit haben sich die Kräfte derart summiert, dass Forscher nun von einer jährlichen Kursabweichung von rund 170 Metern ausgehen.

Asteroid trifft Erde? Aufprall von Apophis wäre 18-mal stärker als größte Nuklearexplosion

Berechnungen zufolge nähert sich der Asteroid der Erde bereits am 13. April 2029. Dass er dabei eine Geschwindigkeit von etwa 25.000 km pro Stunde hat, zeigt bereits, warum Forscher Nasa in großer Sorge vor Asteroiden sind*. Sollte er in acht Jahren in Erdnähe kommen, wird er bereits mit bloßem Auge zu sehen. Eine Gefahr für die Erde würde er im Jahr 2029 laut Experten allerdings nicht ausstrahlen.

Im Jahre 2068 gerät der Brocken aus dem All ein weiteres Mal in Erdnähe. Bei einer potenziellen Kollision würde der Asteroid immense Schäden anrichten. Ein Aufprall mit der Erde käme etwa einer 18-fachen Multiplikation der größten vom Menschen verursachten Nuklearexplosion gleich. So sind sich Experten sicher, dass der Apophis im Falle eines Zusammenstoßes etwa 900 Megatonnen Energie freisetzen würde.

Im Zuge ihrer Untersuchungen dauerte es jedoch nicht lange, bis sich Gelassenheit breit machte: Ein Einschlag von Asteroid sei laut der Wissenschaft als äußerst gering einzuschätzen – als Beleg sind hier die aktuellen NASA-Berechnungen bezüglich Asteroid Apophis und einer potenziellen Kollision 2068* zu nennen. *24hamburg.de, hna.de und tz.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Panthermedia

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