Anschlag auf Wolkenkratzer in Texas geplant

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Auf den Wolkenkratzer in Dallas sollte ein Anschlag verübt werden.

Dallas - Das FBI hat am Donnerstag in Dallas einen 19 Jahre alten Jordanier festgenommen, der versucht haben soll, in der texanischen Stadt einen Wolkenkratzer in die Luft zu sprengen.

Wie das FBI und das Justizministerium mitteilten, hatte der 19-jährige Hosam Maher Husein Smadi bereits eine vermeintliche Autobombe an dem 60-stöckigen Bürogebäude in der Innenstadt von Dallas platziert. Bei der Bombe habe es sich jedoch um eine ungefährliche, vom FBI präparierte Attrappe gehandelt. Für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden.

Die schlimmsten Anschläge seit dem 11. September

Die schlimmsten Terroranschläge seit dem 11. September

Smadi, der sich illegal in den USA aufhalte, habe bereits seit längerem unter Polizeibeobachtung gestanden, nachdem er mehrfach den Wunsch geäußert habe, für das Terrornetz El Kaida von Osama bin Laden in den Heiligen Krieg zu ziehen, hieß es in der gemeinsamen Erklärung von FBI und US-Justizministerium. Der jordanische Staatsbürger müsse sich nun wegen versuchten Einsatzes einer Massenvernichtungswaffe verantworten. Im Falle eines Schuldspruchs droht ihm lebenslange Haft. Er sollte am Freitag erstmals einem Bundesrichter vorgeführt werden.

Den Angaben zufolge hatten sich FBI-Agenten Smadi gegenüber als El-Kaida-Mitglieder ausgegeben. Der Jordanier habe gesagt, dass er in die USA gekommen sei, um gegen die Feinde des Islam in den Heiligen Krieg zu ziehen. Bereits im Juni habe er den Agenten mögliche Anschlagziele in Dallas genannt. Das ursprünglich für den 11. September - den Jahrestag der Terrorattacken auf das New Yorker World Trade Center - festgesetzte Anschlagdatum habe Smadi dann aber verschoben, um das Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan abzuwarten. Vor der eigentlichen Tat hätten FBI-Agenten sichergestellt, dass der selbst gebastelte Sprengsatz keine explosiven Stoffe enthalte.

“Die Verhinderung eines weiteren Terroranschlags in den Vereinigten Staaten hat für das FBI und das Justizministerium weiterhin höchste Priorität“, erklärte Bundesanwalt James Jacks. Er lobte die Zusammenarbeit der Behörden. Die Identifizierung und Festnahme des Beschuldigten sei eine “ernüchternde Erinnerung daran, dass unter uns Menschen sind, die uns schweren Schaden zufügen wollen“, so Jacks weiter.

dpa

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