Anschlag auf Hochzeitsgesellschaft: Mindestens 20 Tote

Kabul -  Bei einer Bombenexplosion im Süden von Afghanistan sind mindestens 20 Mitglieder einer Hochzeitsgesellschaft getötet worden. Unter den Opfern sind auch Frauen und Kinder.

Fünf Mitglieder der Gesellschaft, die auf einem Traktor unterwegs war, wurden verletzt. Das Verteidigungsministerium in Kabul bestätigte den Anschlag vom Mittwoch.

Die Explosion ereignete sich im Bezirk Garmser, wo Aufständische häufig Anschläge auf ausländische und afghanische Soldaten verüben. Helmand ist eine Hochburg der radikalislamischen Taliban. In der Provinz sind mehrere tausend amerikanische und britische Soldaten stationiert, die für Stabilität vor der Präsidentenwahl am 20. August sorgen sollen.

 Nach Angaben der UN ist die Zahl der getöteten Zivilpersonen in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zu 2008 um 24 Prozent gestiegen. Für die meisten Anschläge werden die Taliban verantwortlich gemacht. Für die ausländischen Truppen war der Juli der bisher tödlichste Monat seit dem Sturz der Taliban 2001. 73 Soldaten der internationalen Truppe wurden getötet, darunter mindestens 42 US-Soldaten. Im August fielen bislang elf Soldaten der Gewalt zum Opfer.

AP

Rubriklistenbild: © DPA

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