Lage entspannt sich

Vulkan Calbuco: Evakuierungen in Chile eingestellt

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Die Landschaft rund um den Vulkan ist von einer dicken grauen Ascheschicht bedeckt. 

Santiago de Chile - Bedrohliche Schlammströme und Schuttlawinen haben sich am Hang des ausgebrochenen Vulkans Calbuco in Chile ergossen. Seit Samstag entspannt sich die Lage.

Weit mehr als 6000 Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. Doch am Samstag entspannte sich die Lage langsam wieder.

Nach dem Ausbruch des Vulkans Calbuco in Südchile hat sich die Lage in den umliegenden Regionen wieder beruhigt. Der Evakuierungsbefehl für die Regionen Chamiza, Correntoso und Lago Chapo wurde in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) aufgehoben. Die Bewohner könnten in ihre Häuser zurückkehren, sagte Innenminister Rodrigo Peñailillo nach einer Sitzung des Einsatzstabes. Für die Ortschaften Puerto Montt, Puerto Varas und Puerto Octay zog das Ministerium die Ausgangssperre vorerst zurück.

Ein Tourist hat den Llanquihue-Nationalpark in Chile gefilmt, als plötzlich der Vulkan Calbuco ausbrach – genau in dem Moment, in dem der Mann mit seiner Kamera draufhielt.

Video: Tourist filmt zufällig Vulkanausbruch

Am Hang des ausgebrochenen Vulkans hatten sich zuvor bedrohliche Schlamm- und Schuttströme ergossen, wie der Katastrophendienst Onemi mitteilte. Insgesamt waren über 6500 Menschen in Sicherheit gebracht worden.

Die Aktivitäten des Vulkans hatten sich nach den beiden starken Ausbrüchen vom Mittwoch und Donnerstag abgeschwächt. Der Aschestrahl ist nach Angaben des Katastrophendienstes von 15 auf zwei Kilometer Höhe gesunken. Ein neuer Ausbruch könne jedoch noch nicht ausgeschlossen werden, teilte der Geologische Dienst Sernageomin mit. Die Lage sei instabil. Es könnte zu Lava-Ausstößen kommen. Die Aschewolke hatte am Freitag auch Santiago de Chile, Buenos Aires in Argentinien und Montevideo in Uruguay erreicht.

Fotostrecke: Vulkan Calbuco schlägt Menschen in die Flucht

Bilder: Vulkan Calbuco schlägt Menschen in die Flucht

In der Umgebung des Vulkans bedeckte eine bis zu 50 Zentimeter dicke Ascheschicht Straßen und Häuser. In Argentinien fiel der Ascheregen in drei patagonischen Provinzen, in denen Flughäfen geschlossen wurden. Mehrere internationale Flüge in die Hauptstädte von Chile, Argentinien und Uruguay wurden auf andere Ziele umgeleitet.

dpa

Geologischer Dienst Chile

Katastrophendienst Onemi

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