Angst vor neuem Tsunami im Südpazifik

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Erst vor gut einer Woche hatte ein Tsunami im Südpazifik nach einem Erdbeben der Stärke 8,3 in Samoa, Amerikanisch-Samoa und im nördlichen Tonga insgesamt 183 Menschen in den Tod gerissen.

Wellington - Erneut bebt die Erde im Südpazifik. Nach vier starken Erdstößen flohen die Menschen aus Panik vor einem Tsunami in höher gelegene Gebiete.

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Tausende Inselbewohner im Südpazifik sind am Donnerstag nach starken Erdbeben aus Angst vor einem Tsunami panisch in höher gelegene Gebiete geflüchtet. Das erste Beben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) eine Stärke von 7,8. Das Epizentrum lag 300 Kilometer nordwestlich von Vanuatu, einer Inselgruppe mit 200.000 Einwohnern. Nur 15 Minuten später bebte die Erde mit einer Stärke von 7,3 abermals, ein Stunde später nochmals mit der Stärke 7,1. Am Abend gab es erneut einen Erdstoß der Stärke

Das Warnzentrum auf Hawaii hatte nach dem ersten Beben zeitweise eine Tsunami-Warnung ausgegeben. Der Alarm für elf Staaten und tief gelegene Regionen im Pazifik wurde jedoch nach etwa zwei Stunden wieder aufgehoben, nachdem sich nur eine sehr kleine Tsunami-Welle gebildet hatte.

Tote und Verletzte nach Tsunami im Südpazifik

Tsunami im Südpazifik

Erst vor gut einer Woche hatte ein Tsunami im Südpazifik nach einem Erdbeben der Stärke 8,3 in Samoa, Amerikanisch-Samoa und im nördlichen Tonga insgesamt 183 Menschen in den Tod gerissen. Auf dem winzigen Inselstaat Tuvalu hatte die Warnung vom Donnerstag die Menschen in Angst versetzt. Tausende flüchteten von den Küsten; um den Regierungssitz in Funafuti - das einzig mehrstöckige Gebäude - bildete sich eine Menschentraube. “Dann kam die Entwarnung“, berichtete die Leiterin des örtlichen Wetteramtes, Hilia Vavae. “Es war eine gute Übung.“

Auch in Papua-Neuguinea machte sich zunächst Panik breit. “Die Leute sind auf die Straße gerannt und auf die Hügel geklettert“, sagte der Vizechef des Geophysikalischen Observatoriums von Papua-Neuguinea,Chris McKee. Auch im Inselstaat Samoa brachten sich Tausende vorsorglich in Sicherheit. “Die Leute hatten einfach nur Angst“, sagte Russell Hunter, ein Journalist beim “Samoa Observer“. Nach Ansicht des USGS-Seismologen Rafael Abreu standen die jüngsten Beben nicht im Zusammenhang mit jenem vor Samoa am 29. September.

Offiziell 739 Tote bei durch Sumatra-Erdbeben

Gut eine Woche nach dem Erdbeben in Indonesien sind auf Sumatra 739 Tote geborgen worden, 296 Menschen gelten noch als vermisst. Diese Zahlen gab die Behörde für Katastrophenmanagement am Donnerstag bekannt. Über die wahre Opferzahl gibt dies allerdings keinen Aufschluss. Hunderte Menschen werden noch unter Trümmern und Erdrutschen vermutet. Eine Statistik über die Zahl der Einwohner in der Erdbebenregion gibt es nicht.

Das Beben der Stärke 7,6 hatte am vergangenen Mittwoch in der Großstadt Padang und nördlich davon schwere Schäden verursacht. Mehr als 100 000 Gebäude wurden beschädigt, rund 2 200 Menschen erlitten Verletzungen. Das Rote Kreuz geht von 800 000 Betroffenen aus, von denen jeder achte Hilfe benötigt. Die Organisation rief zu Spenden im Umfang von 18,5 Millionen Dollar auf

AP/dpa

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