Angriff auf Hauptquartier der pakistanischen Armee: 11 Tote, mehrere Geiseln

Islamabad - Pakistanische Soldaten haben am Samstag in der Garnisonsstadt Rawalpindi mindestens vier Aufständische erschossen, die das Hauptquartier der Armee angriffen.

Bei dem etwa einstündigen Gefecht kamen auch sechs Soldaten und ein Unbeteiligter ums Leben, bestätigte ein Armeesprecher. Stunden später nahmen zwei Aufständische, denen es gelungen war, ins Hauptquartier einzudringen, etwa ein Dutzend Soldaten als Geiseln, hieß es nach Angaben der Sicherheitsbehörden vom Samstagagend.

Die Taliban bekannten sich in einem Anruf beim Fernsehsender Geo zu dem Anschlag. Die Rebellen trugen nach Armeeangaben bei ihrem Angriff Militäruniformen. Sie eröffneten zunächst von einem Lieferwagen aus das Feuer auf einen Kontrollpunkt, töteten und verwundeten die Soldaten dort, drangen dann zu einem zweiten Checkpoint vor und warfen Handgranaten auf das Gebäude.

Scharfschützen der Armee erwiderten das Feuer, Hubschrauber waren im Einsatz. Die Sicherheitskräfte riegelten das Hauptquartier in der Nähe der Hauptstadt Islamabad weiträumig ab.

Pakistans Präsident Asif Ali Zardari und Premierminister Yousuf Raza Gilani berieten in Islamabad mit dem Armeechef über die Lage.

Am Freitag waren bei einem Selbstmordanschlag auf einem belebten Markt in der Stadt Peshawar nach jüngsten Angaben 52 Menschen getötet worden, unter ihnen sieben Kinder. Über 100 Menschen wurden bei der Explosion der Autobombe in der Hauptstadt der Nordwest-Grenzprovinz verletzt. Als Urheber des Anschlags wurden auch hier radikalislamische Taliban vermutet.

dpa

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