Spurlos verschwundenes Flugzeug

Angehörige drängen auf Fortsetzung der MH370-Suche

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Angehörige sprechen bei einer Pressekonferenz über ihre Forderungen.

Canberra - Einige Angehörige der Insassen des verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeugs mit der Flugnummer MH370 haben in Australien gegen ein geplantes Ende der Wracksuche protestiert.

„Wir wollen, dass weitergesucht wird, ohne Wenn und Aber“, sagte die Malaysierin Grace Nathan am Montag in der australischen Hauptstadt Canberra. Sie vertrat die Gruppe „Voice370“, die nach eigenen Angaben die Interessen zahlreicher Angehöriger vertritt.

Ihre Mutter war mit 238 anderen Menschen an Bord der Boeing, die am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos verschwand. Rund 25 Wrackteile sind inzwischen im südlichen Afrika angespült worden. Von dem Wrack an sich fehlt aber noch jede Spur. Wenn Spezialschiffe im vermuteten Absturzgebiet im Indischen Ozean nichts finden, soll die Suche wahrscheinlich im Dezember eingestellt werden.

Acht Angehörige aus China, Malaysia und Indonesien waren nach Canberra gereist, weil Australien für Bergungsaktionen im Suchgebiet verantwortlich ist. Dort werden auch die Wrackteile analysiert. Die Angehörigen sahen sie zum ersten Mal und beschrieben die Erfahrung vor der Presse. „Es war, als würde die ganze Energie aus meinem Körper gehen“, sagte Nathan. „Herzzerreißend.“ Jennifer Chong, die ihren Mann an Bord von MH370 verlor, sagte: „Ich wusste, dass es nur ein Wrackteil ist und nicht mein Mann, aber als ich es sah, musste ich weinen.“

Flug MH370: Chronologie einer Suche

dpa

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