Nach Todesfahrt in der Fußgängerzone

Amokfahrer von Melbourne wird wegen Mordes angeklagt

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Am 20.01.2017 war der Amokfahrer mit einem Auto in Melbourne in die Fußgängerzone gerast.

Melbourne - Der Amokfahrer, der in Australien mit einem Auto in eine Fußgängerzone gerast ist, muss sich wegen Mordes verantworten. Laut Anklage hatte er den Tod möglichst vieler Menschen beabsichtigt.

Der mutmaßliche Amokfahrer von Melbourne soll sich wegen fünffachen Mordes vor Gericht verantworten. Der 26-Jährige war am vergangenen Freitag mit einem gestohlenen Auto in die Fußgängerzone der australischen Millionenmetropole gerast - offenbar mit dem Ziel, möglichst viele Menschen zu töten. Zum ersten Termin, bei dem die Vorwürfe verlesen wurden, erschien er am Montag nicht. Das Hauptverfahren soll im August beginnen.

Unter den Todesopfern der Amokfahrt sind auch ein drei Monate altes Baby und ein zehnjähriges Mädchen. Mehr als 20 Menschen mussten am Montag noch im Krankenhaus behandelt werden. Vier davon befinden sich nach Angaben der Behörden in einem kritischen Zustand. Der mutmaßliche Täter wurde von der Klinik inzwischen ins Gefängnis gebracht. Die Polizei hatte den 26-Jährigen in den Arm geschossen, um die Fahrt zu stoppen.

Angeklagter war zur Tatzeit nur auf Kaution frei

Nach australischen Presseberichten war der Mann nur gegen Kaution auf freiem Fuß. Wegen verschiedener Gewaltdelikte war er bereits zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Zudem war er nach einer Messerstecherei auf der Flucht. Der Regierungschef des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, kündigte an, das Bewährungssystem auf den Prüfstand zu stellen. In der Innenstadt von Melbourne kamen Tausende zusammen, um der Opfer zu gedenken.

dpa

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