Algen futtern Kohlendioxid aus Kohlekraftwerk

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Dominik Behrendt, Leiter des Projekts "Aufwind", nimmt im Forschungszentrum Jülich eine Probe einer Algenkultur. Foto: Matthias Balk/Archiv

Bergheim (dpa) - Algen im Forschungszentrum Jülich werden jetzt mit Kohlendioxid aus einem Kohlekraftwerk gefüttert. Forschungszentrum und RWE stellten eine entsprechende Vereinbarung in Bergheim vor.

RWE stellt demnach täglich 7,2 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids aus einer Versuchsanlage im konventionellen Kraftwerk Niederaußem zur Verfügung, in der CO2 aus Rauchgas herausgetrennt wird. Es wird in Tankwagen nach Jülich gebracht und dort Algen und anderen Pflanzen als Nährstoff gegeben.

Im "Algen Science Center" gewinnen Wissenschaftler aus Mikroalgen Öle als Basis für Biotreibstoffe. Das CO2 setzen die Forscher aber auch ein, um zu untersuchen, wie sich in Zukunft der Ertrag bei Getreide und anderen Nutzpflanzen bei einer erhöhten Kohlendioxidkonzentration verändert wird.

Mit der CO2-Rauchgas-Waschanlage im Kraftwerk Niederaußem in Bergheim arbeitet RWE seit 2009 an der Optimierung der Technik, CO2 aus Rauchgasen abzutrennen. Die CO2-Einlagerung in den Erdboden gilt als eine Möglichkeit, Kohlendioxid in der Luft zu reduzieren. Für die direkte Nutzung von CO2 gebe es noch keine "große Lösung", erklärte RWE. Zuletzt hatte RWE CO2 an die Chemieindustrie für die Produktion von Dämmstoffen geliefert.

Pflanzenforschung Jülich

Kerosin aus Algen

CO2-Wäsche

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