Deutsche Entwicklungshelfer getötet

Al-Kaida bekennt sich zu Angriff im Jemen

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Menschen vor einem Krankenhaus nach einem Anschlag in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa.

Sanaa - Nach dem Tod von zwei deutschen Entwicklungshelfern bei einem Terroranschlag im Jemen holt das Auswärtige Amt Mitarbeiter staatlicher Organisationen zurück nach Deutschland.

Der Krisenstab des Ministeriums habe entschieden, die Sicherheitsstufe für das arabische Land hochzusetzen, sagte Ministeriumssprecher Martin Schäfer am Freitag in Berlin. Betroffen sind 10 bis 15 Mitarbeiter der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Zu dem Angriff auf das jemenitische Verteidigungsministerium, bei dem nach offiziellen Angaben 52 Menschen getötet und 167 verletzt wurden, bekannte sich die Terrororganisation Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP). Unter den Opfern des Anschlags vom Donnerstag waren zwei deutsche GIZ-Experten sowie ein jemenitischer Mitarbeiter.

Die Zahl der deutschen Entwicklungshelfer nicht staatlicher Organisationen im Jemen ist unbekannt. Ihnen empfiehlt die Bundesregierung ebenfalls die Rückkehr nach Deutschland. Die deutsche Botschaft in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa wird nur noch im Notbetrieb weiterarbeiten. Die Bundesregierung will die Entwicklungshilfe für den Jemen grundsätzlich aber fortsetzen.

Top-Terrorristen der Al-Kaida

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Jemenitische Medien meldeten, die Al-Kaida-Terroristen hätten den Angriff unter anderem mit US-Drohnenangriffen begründet. Die jemenitischen Streitkräfte kooperieren bei der Bekämpfung islamistischer Terroristen mit der US-Armee. Die Angriffe von US-Kampfdrohnen auf mutmaßliche Al-Kaida-Angehörige sind im Jemen umstritten, da es mehrfach auch zivile Opfer gegeben haben soll.

Die beiden deutschen Entwicklungshelfer hätten der Bevölkerung bei der Trinkwasserversorgung und Ernährungssicherung geholfen, sagte am Freitag ein GIZ-Mitarbeiter. Sie hätten im Jemen „klassische Entwicklungszusammenarbeit“ geleistet. Die deutsche Entwicklungshilfe genießt in dem südarabischen Land einen guten Ruf.

Die GIZ engagiert sich im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung seit 1969 im Jemen. Seit 1983 unterhält sie in Sanaa ein eigenes Büro. Die Arbeit konzentriere sich „auf die entwicklungspolitischen Schwerpunkte Wasser und Grundbildung“, heißt es auf der GIZ-Homepage. Daneben engagiere sich die Organisation für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Berufsbildung, Ernährungssicherung, Biodiversität, gute Regierungsführung und im Gesundheitswesen.

dpa

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