Agententausch hing am seidenen Faden

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Eine Zeichnung aus dem Gerichtssaal in New York von der Anhörung zeigt die zehn mutmaßlichen russischen Agenten.

Moskau/Washington - Der spektakuläre Austausch von 14 Agenten zwischen Russland und den USA wäre nach Angaben Moskauer Medien beinahe gescheitert.

Nachdem die Namen der vier von Washington gewünschten Westspione in der russischen Presse aufgetaucht seien, wollte die US-Seite den Deal fast platzen lassen, sagte ein Moskauer Geheimdienstler der Zeitung “Moskowski Komsomolez“ (Samstag). Zudem habe der Nuklearexperte Igor Sutjagin beim entscheidenden Treffen in Moskau die Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes “hysterisch angeschrien“, dass er kein Geständnis unterschreiben werde. Erst nachdem man dem 45-Jährigen gesagt habe, dass die USA ihn selbst als CIA-Agenten austauschen wollten, habe Sutjagin zögerlich zugestimmt.

Nach Berichten in US-Medien hatte die Regierung schon gut zwei Wochen vor der Festnahme der zehn Spione die Idee, die für Russland arbeitenden Agenten auszutauschen. Gleich nach der Inhaftierung Ende Juni erhielt Moskau eine Liste von Personen, die Washington freihaben wollte, hieß es am Samstag. Zu der Einigung hätten Versprechen gehört, auf Vergeltungsaktionen wie etwa Ausweisungen zu verzichten. Beim größten Agentenaustausch zwischen Russland und den USA seit dem Kalten Krieg hatten am Vortag in Wien insgesamt 14 Spione die Seiten gewechselt.

dpa

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