Acht US-Soldaten und mehrere afghanische Sicherheitskräfte tot

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Der Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama, James Jones, sieht eine rückgängige Präsenz von Al Kaida in Afghanistan.

Kabul - Hunderte Aufständische haben im Osten Afghanistans zwei von einheimischen und amerikanischen Soldaten besetzte Stützpunkte überfallen und eines der schwersten Gefechte seit Beginn des internationalen Einsatzes ausgelöst.

Acht US-Soldaten und mehrere afghanische Sicherheitskräfte wurden nach NATO-Angaben vom Sonntag bei den Kämpfen in der Provinz Nuristan, nahe der Grenze zu Pakistan, getötet. Etwa 300 mit Schusswaffen und Granaten bewaffnete Kämpfer hätten am Samstag im Morgengrauen von zwei Seiten aus zunächst den afghanischen Stützpunkt am Fuß eines Bergs angegriffen, sagte der Polizeichef von Nuristan, Mohammad Kasim Dschangulbagh. Danach attackierten sie den Posten am Gipfel, der von US-Truppen gesichert wurde.

An dem Angriff waren nach NATO-Angaben verschiedene Stammesmilizen, Taliban-Kämpfer und dem Al-Kaida-Sympathisanten Siradschudin Hakkani nahe stehende Kämpfer beteiligt. Auch Extremisten, die aus dem pakistanischen Swat-Tal vertrieben wurden, seien dabei gewesen, erklärten die afghanischen Behörden.

Die US-Luftwaffe griff mehrfach mit Luftschlägen in die Kämpfe ein. In einer Erklärung der US-Streitkräfte hieß es, der Angriff sei zurückgeschlagen worden, dem Gegner seien schwere Verluste zugefügt worden. Die Angreifer nahmen nach afghanischen Angaben auch mehr als 20 einheimische Sicherheitskräfte gefangen, darunter den örtlichen Polizeichef und seinen Stellvertreter. Über ihr Schicksal werde ein Rat entscheiden, sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid.

Die Nordostprovinzen Nuristan und Kunar gelten als Hochburg der Terrororganisation Al Kaida.

US-Sicherheitsberater sieht keine Rückkehr der Taliban

Der Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama, James Jones, geht dennoch nicht davon aus, dass die Taliban Afghanistan unter ihre Kontrolle bringen. “Ich sehe keine Rückkehr der Taliban“, sagte er in Fernsehinterviews am Sonntag. “Afghanistan ist nicht unmittelbar gefährdet, zu fallen.“ Auch die Präsenz Al Kaidas gehe zurück. Jones verwies weiter auf die jüngste pakistanische Offensive gegen Extremisten in der Grenzregion. Die afghanische Regierung von Präsident Hamid Karsai rief er auf, mit wirtschaftlichen Fortschritten zu punkten und dem Volk Hoffnung zu geben.

US-Oberbefehlshaber Stanley McChrystal hat im Gegensatz zu Jones vor einem Vormarsch der Taliban gewarnt und weitere Truppen gefordert.

Anschlag in Kundus

Auf einem Markt in der Nordprovinz Kundus kamen am Samstag drei Menschen bei einem Bombenanschlag ums Leben. Der auf einem Motorrad platzierte Sprengsatz wurde ferngezündet. Kundus ist Haupteinsatzgebiet der in Afghanistan stationierten Bundeswehrsoldaten. In der ebenfalls im Norden gelegenen Provinz Balch fuhr ein finnischer Militärkonvoi auf eine Straßenbombe. Vier Soldaten wurden verletzt.

AP

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