Acht Tote bei Blutbad in Puerto Rico

San José - Bei einem Blutbad in einer Bar auf Puerto Rico haben Unbekannte acht Menschen erschossen und mindestens 20 verletzt. Auch ein ungeborenes Baby ist dabei umgekommen.

Die vermutlich zwei Täter seien am Samstag kurz vor Mitternacht wahllos um sich schießend in die Bar “La Tombola“ in dem Ort Toa Baja an der Nordküste eingedrungen, berichtete die Zeitung “El Nuevo Dia“ in ihrer Online-Ausgabe am Sonntag (Ortszeit) unter Berufung auf die Polizei. Unter den Toten befand sich auch ein Baby, das im Bauch seiner Mutter von einer Kugel getroffen wurde. Die Mutter, die im achten Monat schwanger war, befand sich im Krankenhaus in kritischem Zustand. Sie wurde wie alle anderen Verletzten unter starken Polizeischutz gestellt.

Der Hintergrund der Tat in dem Außengebiet der USA in der Karibik war zunächst unklar. Lokale Medien berichteten von einem möglichen Zusammenhang mit dem Drogenmilieu. Vor kurzem sei der Drogenboss Ángel M. Ayala Vázquez, besser bekannt unter dem Namen “Millionen- Ángelo“ festgenommen worden. Dies könne einen Bandenkrieg in der Unterwelt um die Nachfolge ausgelöst haben. Der Freistaat Puerto Rico hat etwa vier Millionen überwiegend spanischsprachige Einwohner und gehört zu den Großen Antillen.

dpa

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