Acht Jahre Haft für US-Bürger im Iran

Teheran - Mehr als zwei Jahre nach ihrer Festnahme im Iran sind zwei US-Bürger nach Angaben des staatlichen iranischen Fernsehens zu acht Jahren Haft verurteilt worden.

Sie seien des illegalen Grenzübertritts und der Spionage schuldig befunden worden, hieß es am Sonntag auf der Website des Senders.

Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht. Das US-Außenministerium erklärte, es habe die Berichte gesehen und arbeite daran, konkrete Informationen zu erhalten. Auch dem Anwalt der Amerikaner war ein Urteil zunächst nicht bekannt. “Ich habe weder offizielle noch inoffizielle Informationen“, sagte Massoud Shafei der Nachrichtenagentur ISNA.

Das iranische Waffenarsenal

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Das Washingtoner Außenamt bekräftigte zugleich die Forderung nach einer Freilassung der beiden Amerikaner. Es sei Zeit, sie mit ihren Familien zu vereinen, sagte Sprecherin Victoria Nuland. Sie zitierte zugleich eine frühere Äußerung von Außenministerin Hillary Clinton, der zufolge die USA weiterhin hofften, “dass die iranischen Behörden von der humanitären Option Gebrauch machen, diese beiden jungen Männer freizulassen“.

Die US-Bürger Shane Bauer und Josh Fattal waren im Juli 2009 zusammen mit ihrer Landsmännin Sarah Shourd nahe der unmarkierten Grenze zum irakischen Kurdistan verhaftet worden. Sie hatten angegeben, dort als Wanderer unterwegs gewesen zu sein und die Grenze unabsichtlich überquert zu haben.

Die auf medizinische Behandlung angewiesene Shourd war im September 2010 freigelassen worden. Gegen eine Kaution von 500 000 Dollar und das Versprechen, zum Prozess zurückzukehren, hatte sie ausreisen dürfen.

dpa

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