Abtreibungsgegner demonstrieren in Madrid

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„Jedes Leben zählt“ ist das Motto der Abtreibungsgegner.

Madrid - Zehntausende Menschen sind am Samstag in Madrid auf die Straße gegangen, um gegen die geplante Lockerung des restriktiven Abtreibungsrechts in Spanien zu demonstrieren.

Unter dem Motto “Jedes Leben zählt“ zogen die Teilnehmer am Abend durch das Zentrum der spanischen Hauptstadt. Zu der Kundgebung hatten rund 40 Organisationen mit Unterstützung der katholischen Kirche und der oppositionellen Volkspartei (PP) aufgerufen.

In 500 Bussen und in Sonderzügen waren die Demonstranten aus ganz Spanien nach Madrid gekommen. Auch der frühere Ministerpräsident José María Aznar (PP) beteiligte sich an dem Protest.

Die sozialistische Regierung seines Nachfolgers José Luis Rodríguez Zapatero hatte vor drei Wochen einen Gesetzentwurf beschlossen, der die bisher geltendeIndikationslösung durch eine Fristenregelung ersetzen soll. Danach bleiben Schwangerschafts- Abbrüche künftig bis zur 14. Woche straffrei. In Sonderfällen - wie bei gesundheitlichen Gefahren für die Frau oder bei schweren Missbildungen des Fötus - sollen Abtreibungen bis zur 22. Woche der Schwangerschaft zulässig sein. Die Reform sieht vor, dass Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren ohne Zustimmung der Eltern über eine Abtreibung entscheiden können. Dies stößt in der Öffentlichkeit auf besonders großen Widerstand.

Das Gesetz muss noch vom Parlament verabschiedet werden. Die dafür notwendige absolute Mehrheit scheint gesichert. Die PP kündigte für diesen Fall eine Klage vor dem Verfassungsgericht an.

dpa

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