27 Tote bei Explosion in Bukarester Nachtclub

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Rumänische Polizeiamte am Unglücksort. Foto: Robert Ghement

Es kam wie aus heiterem Himmel an einem freundlich warmen Bukarester Herbstabend: Mehr als zwei Dutzend Tote und rund 180 Verletzte gab es bei einem Brand in einem Bukarester Club. Ursache soll eine Feuerwerksshow gewesen sein.

Bukarest (dpa) - Bei einer Explosion in einem Bukarester Nachtclub voller junger Leute sind am späten Freitagabend mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. 180 Menschen wurden schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht.

Das erklärte der für das Rettungswesen zuständige Staatssekretär Raed Arafat. Er befürchte, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könne. Als wahrscheinliche Ursache gilt eine missglückte Feuerwerksshow. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein.

Staatspräsident Klaus Iohannis erklärte auf Facebook, er sei "erschüttert und tief traurig" über diese Tragödie. Es sei "ein sehr trauriger Moment (...) für unsere Nation." Das Gesundheitsministerium rief die Bevölkerung zu Blutspenden auf. Für die frühen Morgenstunden wurde eine Krisensitzung der Regierung einberufen.

Offizielle Angaben zur Unglücksursache gab es zunächst nicht. Mehrere Zeugen berichteten den Medien, dass sich bei einer Feuerwerksshow im Club "Colectiv" zunächst eine mit Schallschutz-Schaum verkleidete Säule in der Nähe der Bühne entzündet habe. Ein Wachmann habe vergeblich versucht, den Brand zu löschen. Von der Säule habe sich das Feuer auf die ebenfalls mit Schallschutz-Material versehene Decke und anschließend auf die Wände ausgebreitet.

Daraufhin sei es zu einer Massenpanik gekommen, weil zunächst nur einer von zwei Ausgängen des Kellerlokals passierbar gewesen sei. Viele Gäste seien niedergetrampelt worden, viele seien mit Herz-Atemstillstands wegen des dichten Rauchs im Raum aufgefunden worden.

Erst zehn Tage zuvor hatte die Polizei das Lokal kontrolliert und einen Mangel an qualifiziertem Personal beanstandet und dafür eine Geldbuße verhängt. Zu dem Unglück kam es während eines Konzerts der Bukarester Metalcore-Band Goodbye to Gravity, die vor etwa 200 Gästen ihr neues Album "Mantras of War" vorstellte.

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