Feuer in Kasseler Flüchtlingsunterkunft 

21 Verletzte nach Großbrand in Flüchtlingsunterkunft

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In Kassel-Calden standen rund 20 Wohncontainer einer Flüchtlingsunterkunft in Flammen.

Kassel - Bei dem Feuer in der Flüchtlingsunterkunft in Calden sind mehr Menschen verletzt worden als zunächst bekannt war. Einen Anschlag von außen schließen die Ermittler aber mit hoher Wahrscheinlichkeit aus. 

Nach dem Feuer in der Flüchtlingsunterkunft im nordhessischen Calden ist die Zahl der Verletzten auf 21 gestiegen. Insgesamt neun Menschen seien im Krankenhaus behandelt worden, sagte ein Polizeisprecher am Montag in Calden. Unter den Verletzten waren außer den Bewohnern auch zwei Mitarbeiter und eine Feuerwehrfrau. Die meisten erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Zuvor war von 19 Verletzten die Rede gewesen.

Bislang lasse sich noch nichts Neues zur Ursache sagen, da die Ermittler das Gebäude wegen Einsturzgefahr nicht betreten könnten. Es werde nun nach und nach von oben abgetragen. Dies könne bis zu einer Woche dauern, sagte der Polizeisprecher. Einen Brandanschlag schließen die Ermittler „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ aus.

Das in Brand geratene Heim ist eine Wohnanlage aus rund zwei Dutzend Containern in zwei Stockwerken auf einem alten Flugplatz. Dort waren 120 alleinstehende Männer aus elf Ländern untergebracht. Zur Zeit des Brandausbruchs am Sonntag gegen 13.15 Uhr war aber nur ein Teil von ihnen in den Containern; die meisten waren bei der Essensausgabe in einem anderen Teil des Geländes oder außerhalb der Unterkunft.

Aus dem Containerdorf stiegen dicke Rauchschwaden auf, die kilometerweit zu sehen waren. Das Gebäude sei stark isoliert, zudem hätten Möbel leicht Feuer gefangen. „Und das Gebäude steht so, dass der Wind das Feuer in Fahrt gebracht hat“, sagte der Polizeisprecher. Mehrere Stunden lang kämpften rund 300 Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis Kassel gegen die Flammen.

Insgesamt leben in der Unterkunft in Calden rund 800 Menschen. Die Bewohner der Container-Anlage können alle in der Aufnahmeeinrichtung bleiben. Die Unterkunft verfüge über genügend Leerstand, um alle Menschen aufnehmen zu können, sagte der Polizeisprecher.

dpa

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