2:0 beim Sieg gegen Mainz

Delaneys Freistoßtor: Das Ende einer kleinen Ewigkeit

Fin Bartels (Mitte) und Zlatko Junuzovic (r.) bejubeln das Freistoßtor von Thomas Delaney.
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Fin Bartels (Mitte) und Zlatko Junuzovic (r.) bejubeln das Freistoßtor von Thomas Delaney.

Mainz/Bremen - Das 2:0 von Thomas Delaney beim Sieg von Werder Bremen gegen Mainz 05 war ein besonderes Tor. Es ist in dreifacher statistischer Hinsicht von Bedeutung.

Bevor das Spiel bei Mainz 05 für Thomas Delaney ein abruptes und schmerzhaftes Ende fand, hatte der Däne ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Sein über die Mauer gezirkelter Freistoß (23.) bedeutete nicht nur die erste Bremer Zwei-Tore-Führung in der laufenden Saison, sondern auch den ersten direkten Freistoßtreffer für Werder seit Mai 2015.

Dass es Delaney war, der mit seinem ersten Bundesliga-Tor das Freistoß-Glück zurückbrachte zu Werder, wunderte Sportchef Frank Baumann überhaupt nicht: „Thomas hat das auch in Kopenhagen schon so gemacht.“ Und Coach Alexander Nouri hatte im Training gesehen, was möglich ist. Demnach hatte Delaney mit Serge Gnabry, Zlatko Junuzovic und Max Kruse „in einem Contest erarbeitet“, wer antreten darf zum Freistoß. „Und Thomas war da schon sehr sicher“, so Nouri.
csa

Einzelkritik: Ein bissiger Bauer und ein fitter Fritz 

Was für eine Antwort auf die Torwartfrage! Wiedwald spielte so stark wie selten zuvor. Drei richtig gute Paraden gegen Cordoba (31.) und De Blasis (50./88.). Die kleine Unsicherheit kurz vor Schluss blieb folgenlos, weil Torschütze Cordoba im Abseits stand. Note 1,5
Was für eine Antwort auf die Torwartfrage! Wiedwald spielte so stark wie selten zuvor. Drei richtig gute Paraden gegen Cordoba (31.) und De Blasis (50./88.). Die kleine Unsicherheit kurz vor Schluss blieb folgenlos, weil Torschütze Cordoba im Abseits stand. Note 1,5 © nordphoto
Theodor Gebre Selassie: Zurück in der Startelf – und das mit viel Aggressivität. Der rechte Verteidiger bekämpfte den schnellen Jairo und gewann die wichtigsten Duelle. Auf den Vorwärtsgang verzichtete der Tscheche. Note 2,5
Theodor Gebre Selassie: Zurück in der Startelf – und das mit viel Aggressivität. Der rechte Verteidiger bekämpfte den schnellen Jairo und gewann die wichtigsten Duelle. Auf den Vorwärtsgang verzichtete der Tscheche. Note 2,5 © nordphoto
Lamine Sane: Hatte es nicht leicht gegen Cordoba, der ihm einmal ganz böse entwischte, aber dann das 1:1 verpasste (31.). Der Senegalese ist längst noch nicht in Topform, aber auf dem Wege der Besserung. Note 3,5
Lamine Sane: Hatte es nicht leicht gegen Cordoba, der ihm einmal ganz böse entwischte, aber dann das 1:1 verpasste (31.). Der Senegalese ist längst noch nicht in Topform, aber auf dem Wege der Besserung. Note 3,5 © nordphoto
Niklas Moisander: Der eiskalte Finne ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen und hätte beinahe sogar getroffen (51.). Ein richtig guter Abwehrchef. Note 2
Niklas Moisander: Der eiskalte Finne ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen und hätte beinahe sogar getroffen (51.). Ein richtig guter Abwehrchef. Note 2 © nordphoto
Robert Bauer: Wenn der Gegenspieler zur Pause in der Kabine bleibt, dann ist das eine Auszeichnung. Mit Öztunali-Ersatz De Blasis hatte der bissige Bauer dann aber mehr Mühe. Trotzdem: Bauer macht auch als Rechtsfuß die linke Abwehrseite besser dicht als Santiago Garcia. Note 2,5
Robert Bauer: Wenn der Gegenspieler zur Pause in der Kabine bleibt, dann ist das eine Auszeichnung. Mit Öztunali-Ersatz De Blasis hatte der bissige Bauer dann aber mehr Mühe. Trotzdem: Bauer macht auch als Rechtsfuß die linke Abwehrseite besser dicht als Santiago Garcia. Note 2,5 © nordphoto
Fin Bartels: So viel unterwegs wie kein anderer Bremer (11,47 Kilometer), dabei war er im rechten Mittelfeld gar nicht so auffällig. Bei den Kontern agierte er manchmal etwas zu fahrig. Note 3,5
Fin Bartels: So viel unterwegs wie kein anderer Bremer (11,47 Kilometer), dabei war er im rechten Mittelfeld gar nicht so auffällig. Bei den Kontern agierte er manchmal etwas zu fahrig. Note 3,5 © nordphoto
Clemens Fritz: Der Kapitän ist zurück – und Werder auf dem richtigen Kurs. Stark, wie er Krkic bearbeitete. Kämpferisch klasse, spielerisch okay. Sein abgeklärtes Auftreten ist für die Mannschaft extrem wichtig. Note 2,5
Clemens Fritz: Der Kapitän ist zurück – und Werder auf dem richtigen Kurs. Stark, wie er Krkic bearbeitete. Kämpferisch klasse, spielerisch okay. Sein abgeklärtes Auftreten ist für die Mannschaft extrem wichtig. Note 2,5 © nordphoto
Thomas Delaney (bis 54.): Jetzt trifft er auch noch! Und wie! Traumhafter Freistoß zum 2:0. Schon beim 1:0 hatte der Däne mitgewirkt und Torschütze Gnabry freigeblockt. Bitter, dass er schon nach 54 Minuten nach einem Zusammenprall mit Ramalho mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden musste. Note 1,5
Thomas Delaney (bis 54.): Jetzt trifft er auch noch! Und wie! Traumhafter Freistoß zum 2:0. Schon beim 1:0 hatte der Däne mitgewirkt und Torschütze Gnabry freigeblockt. Bitter, dass er schon nach 54 Minuten nach einem Zusammenprall mit Ramalho mit Brüchen im Gesicht ausgewechselt werden musste. Note 1,5 © nordphoto
Zlatko Junuzovic (bis 89.): Auf seiner eher ungeliebten linken Seite probierte der Österreicher wirklich alles – sogar eine Schwalbe, für die es Gelb gab (25.). Seine lange Ecke führte zum 1:0, sein Flugkopfball auf der Linie verhinderte Bells Anschlusstreffer (60.). Note 2,5
Zlatko Junuzovic (bis 89.): Auf seiner eher ungeliebten linken Seite probierte der Österreicher wirklich alles – sogar eine Schwalbe, für die es Gelb gab (25.). Seine lange Ecke führte zum 1:0, sein Flugkopfball auf der Linie verhinderte Bells Anschlusstreffer (60.). Note 2,5 © nordphoto
Serge Gnabry (bis 76.): Die hängende Spitze mit allen Freiheiten – den Plan fanden offenbar auch die Mainzer gut und ließen ihn ungehindert das 1:0 köpfen (16.). Ansonsten nicht so auffällig, konnte nur selten für Entlastung sorgen. Note 3
Serge Gnabry (bis 76.): Die hängende Spitze mit allen Freiheiten – den Plan fanden offenbar auch die Mainzer gut und ließen ihn ungehindert das 1:0 köpfen (16.). Ansonsten nicht so auffällig, konnte nur selten für Entlastung sorgen. Note 3 © nordphoto
Max Kruse: Wenn aus dem Spiel heraus nach vorne etwas ging, dann eigentlich nur über ihn. Machte die Bälle gut fest, holte den Freistoß zum 2:0 heraus. Nach dem Wechsel vorne nicht mehr so präsent. Note 3
Max Kruse: Wenn aus dem Spiel heraus nach vorne etwas ging, dann eigentlich nur über ihn. Machte die Bälle gut fest, holte den Freistoß zum 2:0 heraus. Nach dem Wechsel vorne nicht mehr so präsent. Note 3 © nordphoto
Maximilian Eggestein (ab 54.): Kam für den verletzten Delaney und agierte nicht so spektakulär wie der Däne. Ihm fehlte ein wenig die Überzeugung, gute Ansätze zu vollenden. Note 3,5
Maximilian Eggestein (ab 54.): Kam für den verletzten Delaney und agierte nicht so spektakulär wie der Däne. Ihm fehlte ein wenig die Überzeugung, gute Ansätze zu vollenden. Note 3,5 © Archivbild / nordphoto
Milos Veljkovic (ab 76.): Stammplatz weg, aber für die Schlussphase wichtig. Note -
Milos Veljkovic (ab 76.): Stammplatz weg, aber für die Schlussphase wichtig. Note - © nordphoto
Santiago Garcia (ab 89.): Auch er ist raus aus der Startelf, aber wenigstens noch kurz dabei. Note -
Santiago Garcia (ab 89.): Auch er ist raus aus der Startelf, aber wenigstens noch kurz dabei. Note - © nordphoto

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