Stalking im digitalen Zeitalter

WhatsApp-Schock: Spionage-App macht Überwachung des Partners möglich - „Dreistigkeit!“

Virtuellen Stalkern bietet die neue App Dasta eine neue Plattform. Opfer der Überwachungs-Software kann jeder WhatsApp-User werden. 

  • Sicherheitslücke bei WhatsApp öffnet der beliebten App Dasta Tür und Tor.
  • Beliebige User - auch fremde Kontakte - können ausspioniert werden.
  • Die neue Software für Android und iOS erfreut sich einer großen Beliebtheit.

Knapp 60 Millionen aktive WhatsApp-User gibt es alleine in Deutschland, wie die Konzernmutter Facebook kürzlich bekanntgegeben hat. Die Mehrheit davon dürfte äußerst sensibel hinsichtlich des Themas Sicherheit und Datenschutz sein. Jene werden nun mit einer unschönen Neuentwicklung konfrontiert: Die App Dasta hat die Intention, beliebige Nutzer des Kommunikationsdienstes auszuspionieren!

WhatsApp/Dasta: Online-Status beliebiger Nutzer wird ausgewertet

Bei der Software handelt es sich um keine unbekannte Programmierung: Vielmehr ist „Dasta - Tracker for WhatsApp“ - so die offizielle Bezeichnung - ganz oben in den Download-Charts der Anbieter Apple und Google Android zu finden, wie Chip.de erläutert. Und so funktioniert die umstrittene App:

Die App Dasta ist in der Lage, den Online-Status eines bestimmten WhatsApp-Nutzers festzuhalten und auszuwerten. Anhand eines Protokolls der eingesammelten Daten können Dasta-Nutzer so das Verhalten der gewünschten Person analysieren. Für die Nutzung der App reicht bereits aus, dass man die Telefonnummer eines WhatsApp-Nutzers kennt.

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Die Möglichkeit der Datenaufzeichnung selbst besteht schon länger, wie Chip.de weiter schildert. Die eigentliche Neuerung der Software besteht darin, dass gegenüber vergleichbaren Angeboten die entsprechende Benutzeroberfläche programmiert ist und die Auswertung vereinfacht dargestellt wird. Die Bündelung in einer vergleichsweise leicht zu bedienenden Applikation stellt für das Fachportal ein „neues Level der Dreistigkeit“ dar.

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WhatsApp: Kann man sich gegen Dasta wehren?

Auf Social-Media-Plattformen wie Twitter wird das Dasta-Angebot kritisch bewertet. User zeigen sich besorgt vom Überwachungswahn und empfehlen den Usern der App den Gang zum Psychiater. Mancher Tweet verdeutlicht das, worum es den wohl meisten Nutzern gehen dürfte: der Überwachung des Partners oder einer begehrten Person.

Und was kostet Dasta? Der Download ist kostenlos, damit kann lediglich eine bestimmte Nummer ausspioniert werden. Wem das nicht reicht, der zahlt pro Monat elf Euro. Hier könne dann mehr als eine WhatsApp-Nummer ausgewertet werden. Bis zu einer Kündigung verlängert sich das Dasta-Abo automatisch, insgesamt variieren die Preise je nach Anzahl der gewünschten Nummern sowie der Zahlungsweise.

Wer sich gegen die neue Spionage-App wehren möchte, der wird enttäuscht: Stand jetzt hat WhatsApp noch kein Rezept im Angebot, welches diese Datenauswertung durch Drittanbieter verhindert. Doch es gibt zumindest die Möglichkeit, nicht anzeigen zu lassen, wann man zuletzt online war. Dies geht über die Datenschutz-Einstellungen bei WhatsApp, das übrigens bald eine für viele Nutzer wichtige Funktion streicht.

Wenn man gerade online ist, kann dies jedoch sehr wohl durch Dasta aufgezeichnet und auch im Sinne der stalkenden Person ausgewertet werden. 

Auch Interessant für Verbraucher: Unterdessen wurde auch eine Sicherheitslücke bei bestimmten WLAN-Routern einer Firma bekannt. Brisante Vorwürfe gegen Mode-Kette H&M: Mitarbeiter schockiert. Darüber berichtet merkur.de*

Twitter hat mehr als 88.000 Accounts blockiert und diverse Daten veröffentlicht. Es gibt einen schlimmen Verdacht.

PF

*merkur.de ist Teil der Ippen-Digital-Zentralredaktion

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Andrea Warnecke

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