Bundesweite Regelung ab 2022

Aldi, Lidl, Rewe und Co.: Für Kunden kommen Veränderungen ab Herbst

Die Logos von Aldi und Lidl an der Außenfassade der Supermärkte, gemeinsam aufgenommen.
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Bei den Supermarktketten Aldi, Lidl, Rewe und Co. gelten ab Herbst Änderungen.

Verbraucher müssen sich ab Herbst auf Veränderungen einstellen. Bei einigen Produkten im Einzelhandel kommt es zu einer Umstellung.

Deutschland – Auf Kunden des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland kommt ab Herbst eine Änderung zu. Bisher musste für viele Frucht- und Gemüsesäfte, Smoothies, Apfelweine oder Mischgetränke mit Alkohol in Supermärkten kein Pfand gezahlt werden. Ab dem 1. Januar 2022 soll eine bundesweite Regelung das ändern.

In allen Filialen von Lidl, Rewe, Penny, Edeka, Aldi Süd und Aldi Nord weiten sich künftig die Regelungen des Pfandsystems aus: Ab Beginn des Jahres 2022 sind laut dem Bundesumweltministerium auch Frucht- und Gemüsesäfte oder Smoothies aber auch Apfelwein und alkoholhaltige Mischgetränke im Supermarkt von der Pfandregel betroffen. Zuvor hatten zwei Safthersteller bereits eine Umstellung gefordert.

Pfand bei Aldi, Lidl, Rewe und Co. künftig auch auf Säfte und alkoholhaltige Mischgetränke

Künftig soll auch für diese Produkte beim Bezahlvorgang an der Kasse ein Pfand anfallen. Einige Anbieter haben mit der Umstellung bereits vor der bundesweiten Regelung im Januar 2022 begonnen: Die Smoothie- und Saftmarke Innocent will bereits ab Mitte Oktober 25 Cent Pfand für jedes ihrer Produkte verlangen, wie die Edeka-Gruppe dem Onlinemagazin Chip.de mitteilte. Hohes C will sich bereits im September mit seinen Produkten an das neue System anschließen. Die Safthersteller Granini-Eckes und Frucht-Tiger haben bereits vor kurzer Zeit alle Produkte, die im Einzelhandel zu erwerben sind, auf das neue System umgestellt.

So können in Zukunft auch Pfandflaschen, der neu ins Pfandsystem integrierten Getränke, regulär bei Pfandautomaten der Lebensmittelhändler zurückgegeben werden. Die 25 Cent bekommen die Käufer dann wie gewohnt zurück.

Aldi, Lidl & Co.: Kunden müssen künftig auch Pfand für Saftflaschen zahlen

Ziel der Umstellung ist es, gegen den großen Plastikverbrauch im Handel vorzugehen. Dafür soll in Zukunft nicht mehr der Inhalt einer Packung, sondern das Verpackungsmaterial über den Entsorgungsprozess entscheiden. Auch über ein Pfandsystem für Milch- und Kaffeeprodukte wird aktuell beraten. Da hier jedoch größere Hygienerisiken vorliegen, herrschen bei den Diskussionen über eine angemessene Rückgabemöglichkeit noch Unstimmigkeiten.

Das deutsche Pfandsystem gibt es bereits seit 2003. Die Rücknahme gebrauchter Plastikflaschen sorgt seit der Einführung für bedeutend weniger Müll auf Straßen und Plätzen, wie auch das Bundesamt für politische Bildung in seinem Bilanzbericht bestätigt. Seit Juli dieses Jahres gilt bereits bundesweit das Verbot von Einweg-Plastikprodukten* als Maßnahme gegen die Plastikverschmutzung. (klb) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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