Nicht nur Influencer betroffen

Instagram-Abzocke: Neuer Masche ist potenziell jeder ausgeliefert

Bei Instagram kursiert aktuell wieder eine fiese Betrugsmasche. Worauf Nutzer der beliebten App jetzt achten sollten.

Dortmund – Wer regelmäßig Instagram nutzt, sollte aktuell besonders aufmerksam sein. Denn Cyberkriminelle versuchen nicht nur Influencer, sondern auch andere Nutzer zu betrügen, wie RUHR24* berichtet. Wie genau funktioniert die Masche? Und wie können Nutzer ihre Accounts schützen?

Soziales NetzwerkInstagram
Erscheinungsjahr2010
EigentümerFacebook Inc.

Betrug bei Instagram: Kriminelle haben es auf Nutzer abgesehen

Die Cyberkriminellen machen sich in diesem Fall den Sicherheitsmechanismus von Instagram zunutze. Genauer gesagt die Melde-Funktionen, bei der Nutzer Fotos die Selbstverletzung zeigen, aber eben auch geklaute Identitäten an Instagram melden können. Sollte ein Verstoß gegen die Regeln des sozialen Netzwerks vorliegen, kann dieses die Fotos löschen oder ganze Accounts sperren.

Die Cyberkriminellen sind vor allem an letzterem interessiert, wie das Tech-Magazin Motherboard zuerst berichtete. Die Masche: Sie imitieren Konten von anderen Nutzern und melden das originale Profil dann unter der Funktion „Ban-as-a-Service“ als Fälschung. Wenn das erfolgreich ist, bieten die Betrüger im Anschluss ihrem Opfer an, das Konto gegen Geld wieder zu entsperren.

Laut t3n sollen die Cyberkriminellen für diese „Hilfe“ zwischen 5 und 60 Dollar verlangen und sich sogar in Internetforen damit rühmen, welche Summen sie pro Monat einnehmen. Wie Vice recherchiert hat, sind die Kriminellen gut vernetzt (mehr Warnungen und Rückrufe* bei RUHR24 lesen).

Warnung vor Betrug: Cyberkriminelle bei Instagram sind gut vernetzt

So soll es auch Scammer geben, die mit dem bloßen Sperren der Instagram-Accounts Geld verdienen. Gerade erst freigeschaltete Konten können so auch schnell wieder gesperrt werden. Eigens programmierte Bots sollen beim Melden sogar so vorgehen, dass das von Instagram vorgegebene Limit von Meldungen nicht überschritten wird.

Je mehr Reichweite ein Account hat, desto höhere Preise verlangen die Betrüger für ihren Dienst. Laut den Recherchen von Vice können Nutzer mit bis zu 99.000 Followern attackiert werden. Das bedeutet auch, dass eher Privatpersonen und eben keine bekannten Influencer von der Masche bedroht sind (mehr News zum Thema Digitales* bei RUHR24 lesen).

Sicherheits-Unternehmen alarmiert: Instagram ist perfektes Ziel für Betrug

Auch das auf Sicherheitssoftware spezialisierte Unternehmen Kaspersky bestätigt das Vorgehen der Betrüger auf Instagram in einer Pressemitteilung. Das soziale Medium sei demnach vor allem wegen der steigenden Beliebtheit anfällig für solche Betrugsmaschen. „Was wir nun sehen, ist im Wesentlichen eine neue Form des digitalen Missbrauchs”, so Anna Larkina, Sicherheitsexpertin bei Kaspersky.

Ähnlich wie Vice ist sich das Unternehmen sicher, dass es sich bei dem Betrug nicht um einen einzelnen Cyberkriminellen handelt. Kaspersky habe weitere Fälle mit ähnlichem Schema entdeckt und diese Profile auf Instagram teilweise schon blockiert. Dem sozialen Medium selbst sei das Problem mittlerweile auch bekannt.

Wie dreist Betrugsversuche sein können, zeigt auch ein Fall mit Microsoft und Apple*. Hier senden Cyberkriminelle über den Browser Warnungen an den Laptop oder das Smartphone und bieten ebenfalls Hilfe an. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als ein gefakter Kundenservice, der abzockt.

Betrug bei Instagram: Das ist nach einem Angriff zu tun

Aber was tun, wenn es schon zu spät erscheint? Nutzer die von Cyberattacken dieser Art betroffen sind, sollten sich laut Kaspersky an den technischen Support von Instagram wenden. Mit Cyberkriminellen verhandeln oder ihnen gar Geld überweisen, sollte man auf jeden Fall vermeiden.

Wichtig sei es außerdem, Ruhe zu bewahren und die Situation neutral zu bewerten. Laut dem Sicherheitsunternehmen ist es auch sinnvoll, Beweise zu sammeln. Das können etwa die Screenshots von Angeboten der Betrüger oder Drohnachrichten sein. Im Kontakt mit dem Support sei es dann ratsam, die Situation so detailliert wie möglich zu schildern und alle Beweise zu teilen. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Yui Mok/dpa

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