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Maikäfer im Garten – 2022 droht im Garten eine Junikäfer-Plage

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Von: Lena Zschirpe

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Nicht nur im Garten könnten sie 2022 Plage werden: Engerlinge verwandeln sich im Frühjahr in Maikäfer. Die Insekten können ganze Wälder kahl fressen.

Dortmund – Wenn die Temperaturen im Frühjahr langsam stabil bleiben, kehrt auch im Garten oder allgemein in der Natur wieder das Leben ein. Blumen oder Keimlinge von Gemüsepflanzen beginnen zu sprießen. Doch auch Insekten tummeln sich wieder im Grünen. Und nicht alle davon sind nützlich oder gar ungefährlich, wie RUHR24 weiß.

InsektMaikäfer
Wissenschaftlicher NameMelolontha
OrdnungKäfer (Coleoptera)

Engerlinge im Garten loswerden: 2022 droht eine Plage von Maikäfern

So kann etwa der Maikäfer großen Schaden anrichten. Das Insekt schien in den vergangenen Jahren fast wie ausgestorben, berichtet der Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Tatsächlich gab es aber schon mehrere Plagen durch den Käfer – und 2022 könnte es wieder eine geben.

So sollen sich die Bestände des Maikäfers wieder erholt haben, und das könnte man im Frühjahr deutlich zu spüren bekommen. Das Besondere an dem Insekt: Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen sie unter der Erde. Dort legen erwachsene Maikäfer ihre Eier ab, die sich in einem Zyklus von drei bis fünf Jahren in sogenannte Engerlinge entwickeln. Dieser raupenartige Zustand macht zudem den Großteil ihrer Entwicklung aus.

Und genau in diesem Stadium lassen sich die Käfer in der Regel am besten beseitigen. Aber Vorsicht: Engerlinge sollten nicht mit Schmetterlingsraupen verwechselt werden. Dabei ist es grundsätzlich wichtig, Raupen zu unterscheiden, wie 24garten.de berichtet. Einige von ihnen können sich auch als sehr schädlicher Buchsbaumzünsler entpuppen.

Maikäfer und Engerlinge im Garten: Darum sind die Insekten schädlich

Aber warum sind Maikäfer schädlich für den Garten und für Pflanzen? Wenn die Engerlinge im eigenen Grün Pflanzen beschädigen, ist das ärgerlich genug. Maikäfer sind aber vor allem in großen Mengen, also bei einer Plage, gefährlich. Und zwar nicht nur für die Natur, sondern im unangenehmsten Fall auch für Mensch und Tier.

Sowohl die ausgewachsenen Käfer als auch die Engerlinge im Boden haben laut RTL großen Appetit. Und zwar auf Bäume, Nutzpflanzen aller Art oder anderes Gewächs. Maikäfer-Plagen haben bereits in Wäldern und in der Landwirtschaft große Schäden angerichtet.

Theoretisch kann eine große Plage ganze Gemüseäcker und Getreidefelder vernichten. Die Engerlinge knabbern die Pflanzen dabei schon an den Wurzeln an, erwachsene Insekten fressen aber die grünen Teile kahl. Eichen, Buchen, aber auch Obstbäume fallen potenziell auf den Speiseplan der Käfer.

Schädlinge im Garten loswerden: Engerlinge und Maikäfer bekämpfen

Auch 2022 könnte der Maikäfer sich weit verbreiten. Experten können beispielsweise durch die Entnahme von Bodenproben einschätzen, wie das Maikäferjahr ausfallen kann. Wer gegen die Schädlinge im eigenen Garten vorgeht, sollte am besten noch handeln, bevor die erwachsenen Käfer aus dem Boden krabbeln.

Grundsätzlich hält man Maikäfer aber eher vom eigenen Grün fern, indem man abends auf künstliche Lichtquellen, etwa durch Laternen, verzichtet. Außerdem empfiehlt utopia.de, den Rasen zu vertikutieren oder Beete aufzulockern. Denn Engerlinge mögen lockeren Boden nicht.

Maikäfer Engerlinge
2022 könnte es in Deutschland zu einer Maikäfer-Plage kommen. © Augst/Eibner-Pressefoto/Imago

Wer viele der raupenartigen Insekten im Boden entdeckt, muss sie aber auch nicht töten. Stattdessen kann man Engerlinge auch sammeln und in einem öffentlichen Wald aussetzen, um sie loszuwerden.

Engerlinge im Garten bekämpfen: Andere Tiere kümmern sich um die Maikäfer

Denn dort haben sie natürliche Feinde, die ihre Verbreitung gegebenenfalls im Zaum halten können. Unter anderem fressen Vögel wie Krähen und Möwen Engerlinge. Aber auch Igel, Maulwürfe, Dachse und Spitzmäuse gehen den Insekten an den Kragen.

Daher kann es sich auch für Hobbygärtner lohnen, den Garten naturnah anzulegen, um ihn für Igel attraktiv zu machen. Auch ein Maulwurf sollte keinesfalls langfristig aus dem Garten vertrieben werden. Im Einsatz gegen Schädlinge erweist der Insektenfresser sich vielleicht als sehr nützlich.

Grundsätzlich schrecken aber auch Pflanzen wie Geranien oder Rittersporn Engerlinge ab. Die Pflanzen sind giftig für sie. Wenn sich im Garten schon eine kleine Plage von Maikäfer-Larven entwickelt hat, helfen auch Fadenwürmer. Sie können auch im Einsatz gegen Trauermücken nützlich sein.

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