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Diese Symptome sollte man bei Diabetes Typ 2 ernst nehmen

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Von: Carolin Gehrmann

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Diabetes Typ 2 tritt meist erst im Erwachsenenalter auf. Unbehandelt kann er schwere Folgen haben. Umso wichtiger, die ersten Anzeichen zu kennen. Denn es gibt einiges, was man dagegen tun kann.

Berlin – Diabetes mellitus ist in den Industrieländern eine weit verbreitete Krankheit. Allein in Deutschland leben laut Robert-Koch-Institut (RKI) rund sieben Millionen Erwachsene mit der „Zuckerkrankheit“. Und jedes Jahr erkranken mehr als 500.000 Erwachsene neu daran. Mediziner unterscheiden zwischen einem Diabetes vom Typ 1 und Typ 2. Bei ersterem handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, die meist schon jungen Jahren auftritt. Typ-2-Diabetes ist mit einem Anteil von über 90 Prozent allerdings wesentlich verbreiteter. Größtenteils sind Erwachsene ab 40 Jahren davon betroffen.

Dieser Typus gilt auch als Wohlstandskrankheit, denn er hängt oft mit einem ungünstigen Lebensstil zusammen. Diese Symptome sollte man ernst nehmen, weil die auf eine Erkrankung mit Diabetes Typ 2 hinweisen.

Diabetes Typ 2: Falscher Lebensstil begünstigt das Entstehen der Krankheit

Die Kombination aus Bewegungsmangel und übermäßigem oder falschem Essen fördert nämlich erwiesenermaßen das Entstehen der DIabetes Typ 2-Erkrankung. Über zwei Prozent der Bevölkerung haben laut NDR eine unentdeckte Typ-2-Diabetes. Oft entwickelt dieser Typ 2 sich schleichend, weshalb Betroffene manchmal jahrelang nichts von ihrer Erkrankung wissen. Doch das kann sehr gefährlich sein. Der Körper verfügt nämlich über ein „Zuckergedächtnis“ und merkt sich jede einzelne Überzuckerung.

Die Folgen davon kommen dann oft erst Jahre später in Form von Nervenschäden oder Durchblutungsstörungen zum Vorschein. Im schlimmsten Fall droht der gefürchtete diabetische Fuß mit nicht heilenden Wunden und Geschwüren. Umso wichtiger, die ersten Anzeichen, die auf einen Diabetes oder eine beginnende Insulinresistenz hindeuten, zu kennen. Denn dann kann man gegebenenfalls noch rechtzeitig gegensteuern.

Symptome für Diabetes Typ 2 sind zu Beginn oft unspezifisch – weil die Krankheit schleichend beginnt

Menschen, die zu viel essen und sich dabei noch wenig bewegen, entwickeln oft eine Insulinresistenz. Gerade wer häufig isst und dabei zu leicht verwertbaren Kohlehydraten greift, hält seine Bauchspeicheldrüse im Dauerbetrieb. Diese produziert dann ununterbrochen Insulin, wodurch der Insulinspiegel dann höher ist als bei anderen Menschen. Das Überangebot an Zucker kann aber trotzdem nicht verwertet und in den Zellen eingelagert werden. Der Blutzuckerspiegel steigt. Ist die Insulinkonzentration ständig erhöht, lagert der Körper mehr Fett ein. Es kommt zu Übergewicht.

Allgemeines Unwohlsein und Abgeschlagenheit können laut NDR erste Anzeichen für eine Insulinresistenz sein, weil die Energie aus der Nahrung nicht mehr in den Körperzellen ankommt. In diesem Stadium handelt es sich noch um eine Prädiabetes. Die Chancen auf eine Heilung sind dann noch sehr gut. Hat sich daraus erst eine Diabetes vom Typ 2 entwickelt, dann haben die Betroffenen oft bereits Schädigungen am Herz-Kreislauf-System erlitten.

Diabetes Typ 2-Symptome richtig erkennen und einordnen: Einige Anzeichen weisen auf beginnende Insulinresistenz hin

Bei einem fortgeschrittenen Diabetes sind die Symptome bereits deutlicher ausgeprägt. Spätestens dann sollte man einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen, um gegebenenfalls eine entsprechende Behandlung einzuleiten und Folgeerkrankungen zu verhindern. Zu den Anzeichen von Diabetes Typ 2 gehören:

Quellen: Diabetesnetz Deutschland; NDR

Haupt-Ursachen für Diabetes Typ 2: Falsche Ernährung und Bewegungsmangel

Liegt die Diagnose Diabetes Typ 2 dann tatsächlich vor, können Betroffene trotzdem noch einiges tun, um die Krankheit wieder zurückzudrängen. Wer seinen Lebensstil entsprechend ändert, kann in einigen Fällen sogar Folgeerkrankungen und die Einnahme von Medikamenten verhindern. Im Fokus stehen dabei vor allem eine bewusste Ernährung sowie ein gezieltes Bewegungsprogramm. In einigen Fällen verschwindet so die Insulinresistenz sogar wieder. Bei Menschen mit Übergewicht reiche es laut NDR oftmals schon aus, ein paar Kilos abzunehmen. Vor allem das Bauchfett fördere die Insulinresistenz und Entzündungen, daher sollte es möglichst weg.

Symbolbild Diabetes, Bewegung, Ernährung
Der Diagnose Typ-2-Diabetes können Betroffene mit ausgewogener Ernährung und gezielter Bewegung einiges entgegensetzen. © Andrey Popov/IMAGO

Bewegung und Ernährung sind der Schlüssel, um Diabetes Typ 2 zu behandeln

Vor allem die Ernährung spielt natürlich eine wichtige Rolle in der Behandlung einer Diabetes vom Typ 2. Aber auch Bewegung lässt sich als gezielte Therapie einsetzen, um die Zuckerkrankheit zu behandeln. Denn Muskeln brauchen Energie, also Zucker, die sie dem Blutzucker entnehmen. Je mehr Muskeln aufgebaut werden, desto stärker sinkt der Blutzuckerspiegel. Denn Muskeln haben selbst im Ruhezustand einen höheren Verbrauch als Fettgewebe. Bewegung hilft also direkt und unmittelbar. Eine Kombination aus Krafttraining und Ausdauersport stärkt die Muskulatur und senkt laut NDR den Blutzucker – und zwar dauerhaft. Sogar 48 Stunden nach einer Trainingseinheit ziehen die Muskeln nämlich noch Zucker aus dem Blut.

Diabetes Typ 2: Richtige Ernährung kann die Gabe von Insulin unter Umständen verhindern

Gut abwägen sollte man hingegen die Gabe von Insulin, denn es könnte eine ungünstige Wechselwirkung aus Gewichtszunahme und Steigerung der Insulin-Dosis entstehen. Zunächst kann man es auch mit einer gezielten Diät und einer konsequenten Ernährungsumstellung versuchen. Dazu sollte man sich allerdings gründlich fachärztlich beraten lassen. Allgemein empfiehlt es sich, sättigende, ballaststoffreiche Kost mit ausreichend Eiweiß in Form von Hülsenfrüchten, Fisch, Fleisch, Milchprodukten sowie besonders viel Gemüse zu sich zu nehmen.

Essenspausen sind wichtig bei Diabetes – um die Fettverbrennung zu aktivieren

Man sollte möglichst regelmäßig essen und dazwischen mehrstündige Essenspausen einhalten, in denen auch keine Snacks, Softdrinks oder Milchkaffees zu sich genommen werden. Nur dann wird nämlich die Fettverbrennung aktiviert. Fast Food und Fertigprodukte sind möglichst zu vermeiden, da sie viel versteckten Zucker und ungesunde Fette enthalten können. Auch Weißmehl-Produkte sind ungünstig, da sie den Blutzuckerspiegel stark ansteigen lassen. Rauchen und Alkohol sollten ebenfalls tabu sein, da sie der Gesundheit grundsätzlich schaden und sogar Krebs, Schlaganfälle oder Herzinfarkte verursachen können. Gerade Alkohol hat sehr viele Kalorien und ist daher bei Diabetes ungünstig. Außerdem hemmt er die Fettverbrennung.

Hinweis: Die Tipps und Ratschläge in diesem Text ersetzen keineswegs den Weg zum Arzt. Sollten SIe Anzeichen und Symptome einer Typ 2-DIabates feststellen, suchen Sie ihren Arzt auf.

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