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Ursachen und Symptome von Bluthochdruck: Wieso er gefährlich ist und wie man ihn senkt

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Von: Carolin Gehrmann

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Ein chronisch erhöhter Blutdruck verursacht in der Regel kaum oder keine Symptome. Er kann aber zu Organschäden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Deshalb ist es wichtig, die Blutdruckwerte regelmäßig zu überprüfen und die Warnzeichen zu kennen.

Bremen – Bluthochdruck oder Hypertonie, wie er in der Fachsprache heißt, ist eine weit verbreitete Krankheit. Gerade in den Industrieländern kommt der dauerhaft erhöhte Blutdruck oft vor. Das ist gefährlich, denn er gehört zu den Risikofaktoren Nummer eins für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bluthochdruck schädigt langfristig den Gefäßen und damit auch dem Gehirn, dem Herzen und den Nieren. Dadurch können Herzinfarkte, Schlaganfälle und Nierenschäden entstehen.

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sind rund 1,3 Milliarden Menschen weltweit von Bluthocdruck betroffen und mussten sich aus diuesem Grund mit Ursachen, Symptomen und Risiken auseinandersetzen. Die Zahl der Erkrankungen an Bluthochdruck hat sich seit 1990 verdoppelt, wie eine aktuelle Studie besagt, die im Fachmagazin The Lancet veröffentlicht wurde.

Wie sich Bluthochdruck anfühlt: Symptome sind oft erst sehr spät spürbar

In Deutschland leidet jeder Vierte an arterieller Hypertonie. Das Problematische daran ist, dass diese kaum Symptome verursacht, weshalb fast die Hälfte der Betroffenen nichts von ihrer Erkrankung weiß. Oft erhalten Betroffene die Diagnose Bluthochdruck erst dann, wenn bereits Folgeschäden entstanden sind, die nicht wiedergutzumachen sind. Umso wichtiger ist es daher, die Risikofaktoren und die Anzeichen für Bluthochdruck zu kennen, damit man im Bedarfsfall gezielt gegensteuern kann. Dabei hat man neben Medikamenten noch viele andere, schonendere Möglichkeiten – ganz ohne Nebenwirkungen.

Kopfschmerzen und Schwindel können Symptome von Bluthochdruck sein

Das Tückische bei Bluthochdruck ist, dass er meist erst Symptome verursacht, wenn er extrem hoch ist – wie das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erklärt. Ist wegen des Bluthochdrucks der Druck in den Gefäßen aber dauerhaft erhöht, werden langfristig die Organe geschädigt. Deshalb sollte der Wert regelmäßig überprüft werden, auch wenn man sich gut fühlt und keine der typischen Symptome bei sich feststellt. Zu den spürbaren Anzeichen eines hohen Blutdrucks gehören:

Ist der Blutdruck sehr stark erhöht, können laut NDR außerdem Luftnot und Sehstörungen auftreten. Die meisten Bluthochdrucksymptome sind eher unspezifisch und werden daher oft anderen Ursachen zugeschrieben. Bei Schlafstörungen, Herzklopfen, Müdigkeit und Schwindel denken viele eher an Stress. Aber es könnte auch an erhöhten Blutdruckwerten liegen.

Mann liegt im Bett und hält sich den Kopf
Kopfschmerzen und Schwindel am Morgen können auf einen erhöhten Blutdruck hinweisen. © Ute Grabowsky/IMAGO

Ursachen und Risikofaktoren für Bluthochdruck

Der Blutdruck ist die Kraft, die das Blut auf die Wand der Blutgefäße ausübt. Wenn sie fehlen würde, könnte der Blutstrom nicht aufrechterhalten und die Organe nicht bis in jede Zelle des Körpers versorgt werden. Dabei spielen zwei wesentliche Faktoren eine Rolle: Der Druck, mit dem das Herz Blut in den Kreislauf pumpt, und die Elastizität der Gefäße. Es ist normal, dass der Blutdruck im Laufe des Tages schwankt. In der Regel sinkt er bei körperlicher und seelischer Ruhe und steigt bei Anstrengung oder Belastung, wie die Deutsche Herzstiftung erklärt. Aber auch die Außentemperatur sowie der seelische Zustand beeinflussen die Höhe des Blutdrucks.

Mit jedem Lebensjahrzehnt steigt der Blutdruck etwas an, weil die Gefäße an Elastizität verlieren. Darauf hat man wenig Einfluss, genau wie auf die genetische Veranlagung. Doch es gibt einige wesentliche Risikofaktoren, die zum Entstehen von hohem Blutdruck beitragen, und die man selbst in der Hand hat, indem man seinen Lebensstil ändert. Dazu gehören:

Aber auch Vorerkrankungen, bestimmte Medikamente sowie Hormone spielen eine Rolle bei der Ursache und den Symptomen von Bluthochdruck. So können bestimmte Nierenerkrankungen oder eine Schlafapnoe, also Atemaussetzer während des Schlafes, den Blutdruck erhöhen. Auch die Einnahme von bestimmten Schmerzmitteln und Antirheumamitteln kann den Blutdruck in die Höhe treiben. Dasselbe gilt auch für die Verhütungspille. Sie hat ebenfalls einen ungünstigen Einfluss auf den Blutdruck.

Wann Bluthochdruck gefährlich wird – und was man tun kann, um ihn zu senken

Wer die Diagnose Bluthochdruck erhält, sollte daher auch gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt genau hinsehen, welche Risikofaktoren zutreffen könnten, um diese gegebenenfalls gezielt vermeiden beziehungsweise verändern zu können. Doch auch sonst kann man vieles tun, um die Blutdruckwerte zu senken, ehe man zu blutdrucksenkenden Mitteln greift. Eine Änderung des Lebensstils ist bei Hypertonie-Patienten aber immer erforderlich. Mit ein paar Maßnahmen lassen sich die Werte oft schon wieder in den Griff bekommen. Dazu gehört:

Der optimale Blutdruck sollte etwa bei 120/80 mmHg oder darunter liegen. Werte knapp darüber gelten ebenfalls noch als normal. Ab 140/90 mmHg spricht man von mildem Bluthochdruck. Werte ab 160/100 mmHg gelten als mittlerer, ab 180/110 mmHg als schwerer Bluthochdruck. Werden mehrfach hintereinander erhöhte Werte festgestellt, müssen erst andere Grunderkrankungen ausgeschlossen werden. Erst dann liegt die Diagnose primäre Hypertonie vor.

Blutdruck lässt sich in vielen Fällen auch ohne Medikamente dauerhaft senken

Bei sehr hohen Werten wird eine Ärztin oder ein Arzt wahrscheinlich sofort Medikamente verordnen. In leichteren Fällen lassen sich aber mit diesen relativ einfach umzusetzenden Maßnahmen häufig schon gute Ergebnisse erzielen. Diese sollten möglichst dauerhafter Bestandteil des Alltags werden, damit die Werte langfristig niedrig bleiben. Wenn das nicht der Fall sein sollte, kann man sich immer noch für die Einnahme von Blutdrucksenkern entscheiden. Hier sollte man die Vor- und Nachteile gut abwägen, da sie nicht für alle den gleichen Nutzen haben. Außerdem können sie Nebenwirkungen hervorrufen.

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