Einkaufen nach der Pandemie

Obi, Hagebaumarkt und Co. in Sorge: Gibt es im November strengere Corona-Regeln? Das ist der Stand

Baumärkte erfreuen sich großer Beliebtheit - angesichts steigender Corona-Zahlen drohen jedoch strengere Regeln
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Baumärkte erfreuen sich großer Beliebtheit - angesichts steigender Corona-Zahlen drohen jedoch strengere Regeln.

Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen wieder und im Einzelhandel ist mancherorts sogar eine 2G-Regel umsetzbar. Sperren Baumärkte bald ungeimpfte Personen aus?

München - Herbst 2021: Die Temperaturen sinken und die Anfälligkeit für Erkrankungen bei der Bevölkerung wird größer. Die Sorge vor einer vierten Corona-Welle beschäftigt weite Teile der Bevölkerung. Die Infektionszahlen mit Sars-CoV-2 steigen vielerorts und die Regelungen der politischen Entscheidungsträger gewähren mancherorts Spielraum für strenge Maßnahmen.

So ist in den Bundesländern Niedersachsen und Hessen eine 2G-Regelung möglich, bei der Verbraucher potenziell ohne Maskenschutz einkaufen können. Ob Einzelhändler oder auch große Handelsketten von einer möglichen Ausschließung ungeimpfter Personen Gebrauch machen, können sie selbst entscheiden. In der Praxis kommen im Einzelhandel drei bewährte Sicherheitsmaßnahmen zum Einsatz:

  • Maskenpflicht
  • Abstandsgebot
  • Teilweise Beschränkung der maximalen Kundenzahl je nach Geschäftsgröße

Baumärkte wegen Corona bald mit 2G? BAUHAUS und Hornbach nehmen Stellung

So zeigt die bisherige Erfahrung, dass die 2G-Umsetzung (oder auch 3G) beim Einkaufen kaum oder gar nicht Anwendung finden. Könnte es angesichts der derzeitigen Entwicklung jedoch sein, dass Baumärkte wie Obi, Bauhaus oder Hornbach demnächst strengere Regeln anwenden, um Mitarbeiter und Kunden besser vor dem Virus zu schützen?

Zwei der großen Baumarktketten haben zuletzt Stellung genommen, ob bei ihnen im November Änderungen anstehen: „Gegenwärtig strebt BAUHAUS die Nutzung der 3G- oder 2G-Option als zusätzliche Zugangsregelung für die bundesweiten Fachcentren nicht an“, zitiert das Hamburger Abendblatt eine Stellungnahme. Auch Konkurrent Hornbach plant demzufolge zumindest vorerst keine Maßnahme: „Hornbach beabsichtigt nicht, eigene Regelungen einzuführen, die über die jeweils geltenden Corona-Verordnungen hinausgehen“, lässt das Unternehmen wissen. Obi ließ dem Vernehmen nach eine entsprechende Anfrage unbeantwortet, doch dass der Baumarktriese hier aus der Rolle fällt, ist ziemlich unwahrscheinlich.

Baumärkte verfügen in der Regel über große Verkaufsflächen. Dass sie keine Abweichung von der bewährten Praxis vornehmen, erscheint zwangsläufig: Große Händler - dazu gehören auch Toom oder Hagebaumarkt - haben sich längst auf die bestehenden Regularien eingespielt. Darüber hinaus würde eine mögliche 2G-Regel ungeimpfte Kunden lediglich zur Konkurrenz treiben und damit in einem hart umkämpften Wettbewerb den Umsatz verringern.

Weiterführende Maßnahmen im Hinblick auf den Infektionsschutz erscheinen also nur dann zwangsläufig, sofern die Politik entsprechende Verordnungen erlässt. Seit Supermärkte in Niedersachsen und Hessen von der 2G-Regel Gebrauch machen dürfen, positionieren sich immer mehr Handelsketten. Darunter auch Edeka.

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