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Giftstoffe im Backpapier – man sollte auf Verpackungsanweisung achten

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Von: Dominik Jahn

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Plätzchen backen in der Weihnachtszeit steht bei den meisten Familien ganz oben auf der Liste. Doch viele Verbraucher wissen gar nicht, dass ein Fehler der Gesundheit schaden kann. Unter bestimmten Umständen sollte Backpapier nicht verwendet werden.

Wie jedes Jahr zu Weihnachten stellt sich nicht nur die Frage nach dem Festessen für Heiligabend. Wie echo24.de berichtet, sollten Verbraucher dabei besonders auf den Gans-Betrug aufpassen in diesem Jahr. Aber auch beim Plätzchenbacken sollte man vorsichtig sein. Was die wenigsten wissen: Beim falschen Gebrauch des Backpapiers wird es gefährlich. Es lauern Giftstoffe.

Aus dem Lebensmittel-Forum der Verbraucherzentrale geht hervor, dass Backpapier zu den Lebensmittel-Bedarfsgegenständen gehört und daher den entsprechenden EU-weit gültigen Regelungen unterliegt. Grundsätzlich darf es daher keine schädlichen Bestandteile enthalten beziehungsweise an Lebensmittel abgeben. Doch ein Fehler beim Backen könnte Giftstoffe freisetzen.

Warum braucht Backpapier überhaupt bestimmte Inhaltsstoffe?

Auch das Gesundheits-Onlineportal von Journalisten und Fachärzten „Praxis Vita“ weist mit Nachdruck darauf hin, dass ein unsachgemäßer Gebrauch schädlich sein und ernsthafte Folgen für die Gesundheit haben kann. Doch wie kommen die Giftstoffe überhaupt ins Backpapier?

Organisation:Verbraucherzentrale
Gründung:1. November 2000
Rechtsform:eingetragener Verein
Mitglieder:51 Verbraucherorganisationen:: 16 Verbraucherzentralen; 26 weitere Verbände; 9 Fördermitglieder
Zweck:Verbraucherschutz; Dachorganisation

Laut dem Portal handelt sich dabei „um Papier, das beschichtet wird, damit es den hohen Temperaturen im Ofen besser standhält und nicht sofort durchweicht, sobald es mit Flüssigkeiten in Berührung kommt“. Das Problem: Um den gewünschten Effekt zu erreichen, „werden allerdings auch Inhaltsstoffe verwendet, die bei falschem Gebrauch giftig sind und schädlich für den Körper sein können“. Was steckt drin im Backpapier?

Giftstoffe im Backpapier: Was ist alles enthalten?

Dem Bericht nach besteht die Beschichtung von Backpapier in der Regel entweder aus Silikon oder aus Quilon. Zu den beiden Stoffen heißt es weiter: „Silikon ist die Bezeichnung für eine Gruppe synthetischer Polymere, bei denen Siliciumatome über Sauerstoffatome verknüpft sind. Quilon ist eine Kombination aus Chromsalzen und Fetten“.

Nach den gültigen EU-Richtlinien darf aber kein Bestandteil an Lebensmittel abgeben werden bei der Verwendung. Diese Vorgaben gelten aber nur bei sachgerechter Verwendung. Wer Backpapier falsch verwendet, bringt seine Gesundheit in Gefahr. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit sollte man beim Plätzchenbacken unbedingt auf die richtige Handhabung achten.

Beim Backpapier auf die richtige Temperatur achten

Der größte Fehler passiert Verbrauchern bei der Einstellung der Temperatur. Wie unter anderem der Verbraucherschutz schreibt, sollten man sich immer an die vom Hersteller angegebene Maximaltemperatur von meist 220 Grad halten (bei Quilon oft schon 200 °C). Wer sich nicht daran orientiert, der riskiert nicht nur beim Backen von Plätzchen gefährliche Nebeneffekte.

Die Verbraucher-Experten schreiben dazu: „Bei höheren Temperaturen können sich unerwünschte Stoffe bilden und vom Backpapier auf das Lebensmittel übergehen. Zulässige Höchstmengen dieser Stoffe werden dann gegebenenfalls überschritten“. Worauf sollte man noch achten:

Bei „Praxis Vita“ wird noch darauf hingewiesen, dass Backpapier nicht mehr verwendet werden sollte, wenn es brüchig ist, da es sich entzünden kann. Die Silikonbeschichtung verbrennt dann sehr schnell. Dabei werden Verbrennungsschadstoffe an die Umgebungsluft freigesetzt. Dies kann zu Atembeschwerden führen. Die genauen Auswirkungen auf den Körper sind noch nicht komplett erforscht. Die Stoffe stehen demnach „jedoch in dem Verdacht, Krankheiten wie Rheuma hervorzurufen oder Konzentrationsstörungen zu fördern“.

Alternativen zum Backpapier

Wer die Gefahren rund um die Giftstoffe verringern möchte beim Backen, der kann auch auf Alternativen zum Backpapier setzen. Möglichkeiten wären zum Beispiel das Einfetten des Backblechs oder eine Dauer-Backfolie sowie Backmatten.

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