Kreditkarten

Aldi hat einen neuen Geschäftspartner - das ändert sich bei Zahlungen

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Aldi hat einen neuen Partner für Zahlungen mit Kreditkarten: Den Börsenneuling Wirecard aus Bayern.

Großer Coup: Dax-Neuling Wirecard gewinnt mit Aldi einen wichtigen Kunden. Dabei begann der Aufstieg des Finanzdienstleisters mit schlüpfrigen Geschäften.

München - Aldi hat einen neuen Geschäftspartner für Zahlungen mit Kreditkarten und internationalen Debitkarten. Die Firmen prüfen, inwieweit auch darüber hinaus noch eine Zusammenarbeit möglich ist. Denn Zahlungen mit der Girocard, der früheren EC-Karte, gehören bisher nicht zur Kooperation.

Für den Neuling im Deutschen Aktienindex ist es ein großer Deal, denn sowohl Aldi Nord als auch Aldi Süd haben unterzeichnet. Laut Der Aktionär belief sich der Umsatz der Unternehmensgruppe allein in Deutschland im vergangenen Jahr auf rund 30,3 Milliarden Euro.

Aldi wird einer von wenigen Großkunden von Wirecard

Wirecard bekommt Provision dafür, dass es Geld vom Endkunden an seine Auftraggeber, wie jetzt auch Aldi, weiterleitet. Laut Vorstandschef Markus Braun liegt sie im Schnitt zwischen 1,4 und 1,7 Prozent. Dafür übernimmt Wirecard eine Garantie für Zahlungsausfälle.

Bisher hat der Finanzdienstleister nach jüngsten Aussagen 280 000 Händler an die Plattform angeschlossen. Vor allem beim kleineren Einzelhandel ist Wirecard beliebt. Nur etwa 200 seiner Kunden generieren demnach Zahlungsabwicklungen von über 100 Millionen Euro jährlich und nur 16 erzeugten 2018 mehr als eine Milliarde Euro an Transaktionen.

Wirecard: Beispielhafter Aufstieg oder manipulierte Bilanzen?

Der Aufstieg von Wirecard ist eine Erfolgsgeschichte: 1999 in Aschheim bei München gegründet, konzentrierte es sich schnell auf den Zahlungsverkehr im Internet. Zu den ersten Kunden gehörten vor allem Kasinos und Pornoseiten, weil diese früh auf den Onlinehandel setzten. Seitdem kamen aber viele Kunden aus anderen Branchen hinzu. Seit September ist Wirecard in den Dax aufgestiegen - und hat damit die Commerzbank aus dem Aktienindex verdrängt.

Seit ihrer Gründung stand die Firma jedoch auch immer wieder im Zentrum von Aktienspekulationen. So sollen die Bilanzen manipuliert sein. Die britische Financial Times berichtete zudem über vorgetäuschte Umsätze und gefälschte Verträge bei Wirecard in Singapur. Wirecard weist die Anschuldigungen als verleumderisch zurück.

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