Via Twitter: Will-Freundin stichelt gegen Jauch

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Anne Will (r) und ihre Lebensgefährtin, die Professorin Miriam Meckel, in Köln (Archivfoto).

Berlin - Fast vier Jahre lang hat Anne Will am Sonntagabend in der ARD ihre Polit-Talkshow moderiert. Jetzt gehört der begehrte Sendeplatz Günther Jauch. Noch während der Show hat sich Anne Wills Freundin via Twitter zu Wort gemeldet.

Lob von (fast) allen Seiten: Den Einstand als Polittalker im Ersten hat Günther Jauch (55) am Sonntagabend souverän gemeistert. Auch mit der Quote sind die ARD-Bosse zufrieden: 5,10 Millionen Zuschauer verfolgten die Gesprächsrunde zum Thema 9/11. „Günther Jauch hat mit seinen Gästen das hoch politische und dabei sehr emotionale Thema angemessen und informativ für die Zuschauer diskutiert“, sagte ARD-Programmdirektor Volker Herres gestern. „Die Präsenz und die journalistische Qualität des Gastgebers waren jederzeit spürbar.“

Der eine oder andere Seitenhieb blieb natürlich nicht aus. Unter anderem von Miriam Meckel, Medienwissenschaftlerin, Autorin – und Lebensgefährtin von Anne Will (45), die früher den Sonntagabend-Sendeplatz füllte. Die TV-Moderatorin musste für Jauch Platz machen, wurde stattdessen auf den Mittwoch verlegt. 

Ihre Freundin Meckel meldete sich Sonntagabend öffentlich im Internet-Netzwerk Twitter zu Wort. „Da freuen wir uns doch ab sofort darüber, dass es Stern TV jetzt auch in der ARD gibt“, schrieb sie. Und kurze Zeit später: „Jetzt bin ich doch unsicher, ob man Jauch zum Bundespräsidenten wählen sollte.“

Der dritte und letzte Kommentar folgte Montagnachmittag. An alle „Verschwörungstheoretiker“ sendete Meckel: „Ich bin nicht die Pressesprecherin von Anne Will. Ich habe eine eigene Meinung, die ich zum Ausdruck bringe.“

Schließlich sollte keiner glauben, dass Meckel als Sprachrohr einer gefrusteten Moderatorin herhalten muss. Wills erste Ausgabe an einem Mittwoch fiel nämlich nicht besonders gut aus. Am 31. August schalteten lediglich 1,22 Millionen Zuschauer ein, verfolgten die Gesprächsrunde über Jugendkrawalle in Europa. Kein Vergleich zu den alten Einschaltquoten: Die preisgekrönte Journalistin nahm meist die vier-Millionen-Hürde.

Die frühere Tagesthemen-Sprecherin hatte 2007 Sabine Christiansen abgelöst. Wills Premiere sahen damals 5,04 Millionen. Christiansen war von 1998 bis 2007 als ARD-Talkerin im Einsatz. Heute arbeitet die 53-Jährige für den Nachrichtensender N-TV: Dort stellt sie wöchentlich in große Wirtschaftsunternehmen vor.

EH

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