30 Jahre Wiedervereinigung

David Hasselhoff vor TV-Comeback zum Mauerfall - User mit Tiefschlag: „Bei dem ‚Gesang‘...“

David Hasselhoff erzählte am Freitagabend in Sat1 von seinen Erinnerungen rund um den Mauerfall. Doch nicht alle freuten sich darauf.

  • David Hasselhoff ist am Freitagabend (8.11.) in einer Sat1-Show zum Jubiläum des Mauerfalls zu sehen.
  • Im Vorfeld zeigt sich, wie sehr der US-Star polarisiert
  • Für Hasselhoff hat sein größter Hit „Looking for Freedom“ noch immer Aktualität

München - Am Freitagabend (8.11., 20.15 Uhr) möchte Sat1 in einer großen Show die „unglaublichsten Mauerfall-Geschichten“ zusammenfassen. Dazu sind Stars quer durch die verschiedenen Bereiche wie Gregor Gysi, Henry Maske und Hugo Egon Balder eingeladen. Einer darf aber natürlich nie fehlen, wenn es um das Thema Wiedervereinigung geht: David Hasselhoff.

Sat1: Fiese Kommentare im Vorfeld der Show

Und genau mit dessen Bild wirbt der Sender auch auf seiner Facebook-Seite für die Show. Hasselhoff ist darauf bis zur Hüfte zu sehen, leicht in die Jahre gekommen, aber noch immer mit wachen, strahlend blauen Augen. Über seiner Brust prangt ein weltmännisches Zitat: „Es ist cool, die Person neben dir zu umarmen, egal welche sexuelle Orientierung, Hautfarbe oder Religion sie hat.“

Ein User reagiert prompt mit einem fiesen Kommentar zu Hasselhoffs Stimme: „Bei dem „Gesang“ konnte die Mauer ja nur umfallen“, schreibt er und sorgt damit für einige Lacher. Ein anderer spekuliert ironisch vor sich hin: Man habe damals damit gedroht, The Hoff zum DDR-Bürger zu machen und ihn dort bis in alle Ewigkeit singen zu lassen. Daraufhin sei die Mauer augenblicklich geöffnet worden.

Rückblick ins Jahr 1989: Die Serie „B ay Watch“ läuft an - sie soll sich zu einer der beliebtesten TV-Shows aller Zeiten entwickeln. Doch nicht nur als Schauspieler läuft es bei Hasselhoff rund, auch gesangstechnisch ist er auf Erfolgskurs. Er nimmt den Hit „Looking for Freedom“ auf, der nach einem Auftritt in der Sendung „Wetten, dass...?“ in Deutschland zu einem absoluten Kassenschlager mutiert und sich acht Wochen an der Spitze der Charts hält. 

„Für viele Ostdeutsche war das eine Hymne an die Freiheit“, erzählte The Hoff kürzlich in einem Interview mit dem Playboy. Und folgerichtig kam es dann zu jenem historischen Moment, den ganz Deutschland auf ewig mit Hasselhoff verbinden wird: Sein Konzert an der Berliner Mauer in der Silvesternacht 1989

So erklärt sich die große Beliebtheit, derer sich Hasselhoff in Deutschland noch immer erfreut - Eklats wie seinem Auftritt bei Markus Lanz zum Trotz. Daheim in den USA machen sie sich über seine große Popularität hierzulande manchmal sogar lustig. Aber vielleicht ist die gar nicht so unlogisch, immerhin ist Hasselhoff Nachfahre von Einwanderern, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts aus Völkersen bei Bremen über den großen Teich aufmachten. 

Was läge da näher als eine weitere Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz? Und genau die hat The Hoff gerade erst hinter sich gebracht, 13 Konzerte innerhalb von 20 Tagen. Wien, Zürich, Hamburg, München, Berlin. 

Selbstironische Legende oder absolute Nervensäge?

In München spielte der 67-Jährige dabei vor einer halb leeren Olympiahalle. Aber die Fans, die da waren - viele kamen in Anlehnung an Bay Watch als Rettungsschwimmer verkleidet - feierten eine riesige Party, wie die tz berichtete *. Als Hasselhoff sein „Don‘t hassel the Hoff“-Tattoo, das er samt seines eigenen Konterfeis auf dem Arm tattowiert hat, vorzeigt, finden sie das nicht peinlich, sondern großartig. Und als er nach langen Ankündigungen endlich den Megahit „Looking for Freedom“ spielt, gibt es kein Halten mehr. Rettungsbojen fliegen durch die Luft, während die Menge sich als Polonaise durch den Saal wühlt. 

Und auch auf Facebook bleiben die treuen Fans nicht stumm ob der fiesen Beleidigungen. Eine Userin würdigt beispielsweise, dass Hasselhoff seine deutsche Fanbase im Gegensatz zu anderen Stars nie vergessen habe. Andere weisen auf die vielen Erfolge hin, die ihr Idol als Sänger und Schauspieler feiern konnte. 

Hasselhoff: „Viele Menschen sind immer noch auf der Suche nach Freiheit.“

Hasselhoff denkt jedoch anscheinend nicht nur an seinen persönlichen Erfolg. Er sieht sich als Künstler auch politisch in der Verantwortung: „Viele Menschen sind immer noch auf der Suche nach Freiheit.“ Er befürchtet, dass erst etwas Schlimmes passieren müsse, bevor die Welt sich wieder bessert, fügt aber an: „Hoffentlich schaffen wir das auch anders, denn wir brauchen Zusammenhalt.“

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huc

Rubriklistenbild: © dpa / Jens Kalaene

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