Guter Klang für flache Fernseher

Klangverbesserer: Soundbars und Sounddecks im Test

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Ein Teil der fast 20 Soundbars und Sounddecks im Vergleichstest.

Moderne Fernseher haben ein Problem: sie sind so flach gebaut, dass kaum mehr Platz für Lautsprecher bleibt. Entsprechend dünn ist der Ton, den sie von sich geben. Welche Möglichkeiten gibt es, den Fernsehton aufzumöbeln?

Echte Heimkino-Fans setzen für optimalen Kinoton auf ein Surround-System in den eigenen vier Wänden. Doch dafür sind mindestens sechs, acht oder sogar mehr Lautsprecher nötig, die im ganzen Raum verteilt werden müssen. Diesen Installationsaufwand möchten viele vermeiden. 

Die Industrie setzt daher seit einiger Zeit vermehrt auf Soundbars: Dünne Klangriegel, die nicht viel tiefer sind als der Flachbildfernseher, aber mit einer Reihe kleiner Lautsprecher ausgestattet sind, mit denen sie Surround-Sound imitieren können. 

Raumklang durch Reflektionen

Die Technik dazu entwickelt sich derzeit schnell weiter und liefert inzwischen beeindruckende Ergebnisse, auch wenn der Raumklang nach wie vor nicht so gut ist wie der eines vollwertigen Surround-Systems. Inzwischen gibt es sogar Soundbars, die das Surround-System Dolby Atmos unterstützen. Sie erzeugen Raumklang, indem einzelne Lautsprecher an die Decke und Wände strahlen, wo der Klang reflektiert wird, so dass der Klang aus dieser Richtung zu kommen scheint.

Soundbars wurden eigentlich dafür konzipiert, sie unter den an der Wand hängenden Fernseher aufzuhängen. Vor allem deshalb wurden sie mit wenig Tiefe gebaut. Das hat Auswirkungen auf den Klang. Vor allem für tiefe und mittlere Frequenzen benötigt ein Lautsprecher ein gewisses Volumen. Viele Hersteller von Soundbars setzen daher auf einen zusätzlichen Subwoofer, der ausschließlich für die tiefen Frequenzen zuständig ist. 

Der Vorteil: da man tiefe Frequenzen räumlich nicht orten kann, kann der Subwoofer beliebig im Raum aufgestellt werden, zum Beispiel auch unter dem Sofa. Und bei den neuesten muss man auch kein Kabel verlegen, sie erhalten ihr Signal per Funk von der Soundbar oder dem Surround-Verstärker. 

Allerdings hängen die meisten ihren Fernseher zuhause nicht an die Wand. Er steht nach wie vor meist auf einer Art Fernsehmöbel. Das machen sich die Hersteller von sogenannten Sounddecks oder Soundbases zunutze. Sie nutzen die größere Tiefe des Fernsehmöbels für mehr Lautsprecher-Volumen und können dadurch oft auf einen Subwoofer verzichten. 

Sounddecks sind noch relativ neu am Markt und es gibt längst nicht so viele Modelle wie bei den Soundbars. Doch das Konzept macht vor allem für all diejenigen Sinn, die mit der Klanglösung für den Fernseher auch die eigene Stereoanlage ersetzen wollen. Denn gerade beim Musikhören liefern Sounddecks oft eine deutlich bessere Klangquailtät als Soundbars. 

Soundbars und Sounddecks im Test

Das Testportal AllesBeste hat fast 20 Soundbars und Sounddecks zu einem ausführlichen Vergleichstest antreten lassen. Dabei  unterschieden die Tester zwischen normalen Soundbars, Soundbars die Dolby Atmos unterstützen, und Sounddecks. 

Die beste Soundbar ist für die Testprofis zur Zeit die Heos Bar von Denon, die man auch in ein Multiroom-Audio-System einbinden kann. Mit einem Verkaufspreis von rund 1.000 Euro ist sie allerdings auch nicht gerade günstig. Der Preistipp kommt in dieser Kategorie von Sony, hört auf den Namen HT-CT800 und ist für 400 Euro zu haben. 

Die beste Soundbar mit Dolby Atmos ist laut AllesBeste die Philips Fidelio B8/12, die ebenfalls mit rund 1.000 Euro zu Buche schlägt. Damit gehört sie bei den Dolby-Atmos-fährigen Soundbars allerdings zu den günstigsten. 

Bei den Sounddecks schnitt der deutsche Lautsprecher-Hersteller Canton mit dem Modell DM 90.3 am besten ab, für das man knapp 800 Euro ausgeben muss. Die Box ist allerdings ziemlich ausladend und wirklich nur für große Fernseher geeignet. Deutlich zierlicher ist da die Playbase des amerikanischen Multiroom-Spezialisten Sonos, die man sogar auf den Raum einmessen kann, was die Klangqualität sehr stark verbessert. Günstiger fährt man mit dem Sounddeck von Sonos aber leider auch nicht. 

Welche Modelle die Tester noch empfehlen können und mit welchen man sich ein wenig Geld sparen kann, können Sie im ausführlichen Testbericht von AllesBeste nachlesen. 

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