316 Webseiten untersucht

Online-Dating: 187 Portale nutzen Fake-Profile 

Insgesamt 316 Online-Dating-Portale wurden bundesweit von der Verbraucherzentrale Bayern untersucht. Mehr als die Hälfte davon nutzt Fake-Profile für den Flirt im Internet. 

München/Berlin - Die Verbraucherzentrale Bayern hat bundesweit Online-Dating-Portale untersucht und dabei unfaire Praktiken aufgedeckt. Das Team fand laut Mitteilung vom Montag 187 Portale, die laut ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) auch Fake-Profile einsetzen. Die Nutzer flirten dort nicht mit tatsächlich interessierten Männern und Frauen, sondern mit Mitarbeitern des Dating-Portals - meist ohne das zu wissen.

„Chancen zum Kennenlernen eines potenziellen Partners gibt es bei Fake-Profilen nicht, obwohl mit echten Kontakten geworben wird“, sagte Susanne Baumer, Leiterin des Marktwächter-Teams Digitale Welt in der Verbraucherzentrale Bayern. Innerhalb dieses Marktwächter-Teams kümmert sich Bayern um die Dating-Portale.

41 Portale geben Hinweise auf fiktive Profile

Das Team hatte insgesamt 316 Portale ermittelt - wegen Hinweisen von Verbrauchern und Medien oder aufgrund eigener Recherche. Lediglich bei 41 der 187 Online-Dating-Portale gab es Hinweise in den AGB, auf der Startseite oder an beiden Stellen, dass fiktive Profile im Chat gekennzeichnet werden. „Dieser Hinweis ist allerdings nicht an prominenter Stelle platziert, so dass Verbraucher ihn nur schwer finden“, kritisierte Baumer.

Oft sollen die sogenannten Moderatoren im Auftrag der Betreiber Nutzer auf die eigene Plattform locken und dort mit den Nutzern chatten. Bei vielen Plattformen ist die Anmeldung zwar kostenlos, weitere Dienste gehen jedoch ins Geld.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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