Laptops im Test

Windows hat wieder die Nase vorn

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Möglichst klein, möglichst leicht, aber mit genug Rechenleistung und langer Akkulaufzeit: Das wünschen sich die meisten von ihrem Laptop. All das ist inzwischen möglich – hat aber seinen Preis. 

Mit dem MacBook Air hatte Apple noch unter Steve Jobs ein Laptop eingeführt, das zwar anfangs belächelt wurde, sich aber bald als wegweisend für die Notebook-Branche erweisen sollte. Das erste MacBook Air war aufsehenerregend dünn und leicht, aber auch etwas schwachbrüstig – und sehr teuer. Doch das änderte sich schnell: Die Rechenleistung war bald für die allermeisten Anwendungen mehr als ausreichend, der Preis sank auf rund 1.000 Euro und das MacBook Air wurde zu Apples absolutem Laptop-Verkaufsschlager.

Die Windows-Konkurrenz hatte dem lange nichts entgegenzusetzen. Zwar versuchten viele Hersteller mit sogenannten Ultrabooks dem MacBook Air paroli zu bieten, sie kamen aber lange Zeit weder in Sachen Akkulaufzeit und Verarbeitungsqualität an das Vorbild von Apple heran und konnten – Apples Hochpreis-Image zum Trotz – auch beim Preis nicht mithalten. 

Doch das hat sich in den letzten zwei Jahren gründlich geändert. Während die PC-Hersteller nicht nur bei Technik und Verarbeitungsqualität immer größere Fortschritte machten, hat Apple sich zu lange auf den Lorbeeren ausgeruht und sein Laptop-Lineup vernachlässigt. Vor allem das MacBook Air war mit seinem in die Jahre gekommenen Display schon lange nicht mehr konkurrenzfähig. 

Das neue MacBook Pro enttäuscht

Das mit Spannung erwartete neue MacBook Pro liefert zwar erstmals seit Jahren eine echte Innovation wie die Touchbar, die die von den meisten wenig benutze Funktionstastenleiste durch einen Touchscreen ersetzt – aber bei den aufgerufenen Preisen blieb vielen die Spucke weg.

Zwar ist das MacBook Pro abermals dünner und leichter geworden, das ging aber auf Kosten der Akkulaufzeit. Dass Apple beim neuen MacBook Pro radikal sämtliche Anschlüsse durch USB-C-Ports ersetzte, sorgte vor allem bei professionellen Anwendern für viel Aufregung, hat aber bei den Kaliforniern Tradition: Beim Abschneiden alter Technik-Zöpfe war Apple schon immer vorne dran. Tatsächlich werden die Anschlüsse von vielen nur wenig oder gar nicht genutzt – wozu auch, schließlich reichen die drahtlosen Schnittstellen Bluetooth und WLAN meistens völlig aus. 

Testsieger: Dell XPS 13

Das Test-Portal AllesBeste.de hat alle aktuellen Ultrabooks unter die Lupe genommen und sich auf die Suche nach dem "Besten Laptop für die meisten" gemacht. Neben dem MacBook Pro mit Touchbar hatte die Redaktion das neue XPS 13 von Dell, das aktuelle Zenbook von Asus und ein Lenovo Thinkpad im Test. 

Testsieger wurde das Dell XPS 13, das mit der neuesten Prozessorgeneration "Kaby Lake" ausgestattet ist. Der Prozessor bringt zwar nur einen geringen Leistungszuwachs im Vergleich zum Vorgänger, ist aber sparsamer geworden, was dem XPS 13 traumhafte Akkulaufzeiten von bis zu 13 Stunden beschert. Im anspruchsvollen Video-Playbacktest kam das XPS 13 auf immer noch sehr gute 9 Stunden Laufzeit, da konnten weder das MacBook Pro noch die anderen beiden Konkurrenten von Asus und Lenovo mithalten. 

Auch beim extrem hochauflösenden QHD-Display sticht das superflache Notebook von Dell das MacBook Pro aus. Das gilt auch für den Preis: rund 1.500 Euro muss man für die Powerflunder von Dell ausgeben, das MacBook Pro mit Touchbar kostet hingegen stolze 1.900 Euro – trotz älterem Prozessor und geringerer Akkulaufzeit. 

Geld sparen kann man hingegen mit dem Zenbook von Asus, dafür muss man allerdings einen deutlich weniger leistungsfähigen Prozessor in Kauf nehmen. Das Lenovo Thinkpad T460s ist mit seiner tollen Tastatur und seinem großen 14-Zoll-Bildschirm dagegen ein richtiges Arbeitstier für Business-Anwendungen. 

Mehr über den Testsieger Dell XPS 13 und die Alternativen können Sie hier bei AllesBeste nachlesen. 

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