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Während Mann von Hai getötet wird – Angler fischt seelenruhig weiter

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Von: Christian Einfeldt

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Vor wenigen Tagen starb ein Mann bei einer Hai-Attacke in Sydney. Das Ereignis schockiert – für weitere Aufregung sorgen nun Bilder eines Anglers in der Nähe.

Sydney – Eine Tragödie spielte sich am Mittwoch, dem 16. Februar 2022, an einem Strand in Sydney ab. Ein Ereignis, das wenig später nicht nur den zuständigen Bürgermeister, Dylan Parker, schockiert zurücklässt: Am besagten Tag wurde ein Schwimmer von einem Hai angegriffen – und regelrecht zerfleischt. Rettungsmaßnahmen scheiterten. Es konnten nur noch die Überreste eines 35-Jährigen sichergestellt werden. Es waren erschütternde Szenen, wie sie in Sydney laut ntv.de zuletzt vor 60 Jahren stattgefunden hätten. Der Vorfall macht betroffen. Unzählige Menschen wurden gezwungenermaßen zu Augenzeugen. Besonders makaber: Nach Berichten der britischen Boulevard-Presse Daily Mail hat während der Tragödie – scheinbar seelenruhig – ein Fischer geangelt.

Stadt:Sydney
Land:Australien
Fläche:12.368 km²
Bevölkerung:5,312 Millionen (2019)

Weißer Hai tötet Mann – währenddessen scheint ein Fischer seelenruhig weiter zu angeln

Zufolge der Augenzeugen färbte sich das Meer rot, als der Weiße Hai die schreckliche Tat Wirklichkeit werden ließ. Während ein ganzes Land nach wie vor erschüttert ist, gibt es die erste Vermutung, warum sich der Hai an den Strand Sydneys wagte. So liegen der Daily Mail Informationen vor, die Schreckenstat könne möglicherweise seinen Lauf genommen haben, nachdem ihn eine küstennahe Fischerei mit Köder gelockt hätte. Was auch immer der ausschlaggebende Grund für die Ankunft des Weißen Hais war – die Szenen machen sprachlos. Nicht einmal die mutmaßliche Rückkehr des Megalodons sorgte für solch einen Schrecken.

Zahlreiche Zeugen filmen die Hai-Attacke – dabei gerät auch der teilnahmslose Angler ins Bild

Mittlerweile sichten Medien immer mehr Bilddokumente des tödlichen Angriffs und entsprechend geraten immer mehr Details und Informationen ans Tageslicht. Zahlreiche Menschen am betreffenden Strand hatten - wie Menschen das heute eben so machen - nämlich direkt ihre Handys gezückt und die schockierende Hai-Attacke gefilmt und fotografiert. Sie alle wurden also zu bild-liefernden Augenzeugen, als mittwochnachmittags, etwa gegen 16.30 Uhr, das Raubtier in Sydney zum ersten tödlichen Angriff ansetzte. Die Augenzeugen wären machtlos gewesen, schreibt die Daily Mail, ehe wenige Momente später selbst die Rettungsmaßnahmen der Rettungsschwimmer und Sanitäter zum Scheitern verurteilt waren.

Fischer angelt in Sydney.
In Sydney kam es zu einem tödlichen Hai-Angriff. © Screenshot @Kharis Lianto / News Media Network

Der Vorfall, der ein 35-jähriges Todesopfer aus Australien hervorbrachte, löst auch in den sozialen Netzwerken Trauer und Anteilnahme aus. Dabei werden wiederholt die zitierten Augenzeugen zur Zielscheibe. Wie kann man einfach draufhalten, fragen sich viele. Doch vor allem das Verhalten eines Mannes ganz in der Nähe des schrecklichen Vorfalls macht fassungslos. Angelt er wirklich in aller Ruhe weiter, während ein hilfloser Mann vor seinen getötet wird?

Weißer Hai „zerfleischt“ Schwimmer: Scheinbar seelenruhiger Angler wird vielfach auf Facebook kommentiert

Auf Facebook schrieb eine Person lediglich, dass es „verstörend“ gewesen wäre. Gemeint ist nicht die Geschichte, als ein Mann von einem Buckelwal verschlungen* wurde und das Ganze überlebte. Ebenso wenig ist die Rede vom Umstand, dass die Wissenschaft zuletzt unzählige mysteriöse Meeres-Kreaturen gefunden hat oder gar von der Entdeckung eines drei Meter großen Mondfisches. Worauf sich Social Media stürzte, brachte ein anderer User zum Ausdruck: „Dieser Typ nimmt einfach weiter auf und der andere Mann sieht aus, als würde er immer noch fischen“. Im Umlauf geratenes Filmmaterial hat dem ohnehin schon tragischen Ereignis also eine besonders bedrückende Note verliehen. Zu sehen ist etwa ein Fischer. Sein Blick ist anteilnahmslos, doch stets fokussiert auf seinen potenziellen Fang – so analysieren es zumindest einige Social-Media-User.

Der Strand, gelegen am Buchan Point in Sydney, sei laut Berufsfischer Joe Smythe bei Anglern besonders beliebt. Dass der Ort Haie anzieht, sei seiner Meinung nach kein Geheimnis. Auch wenn der letzte tödliche Hai-Angriff auf das Jahr 1963 zurückgeht, sagt er gegenüber der Daily Mail Australia: „Dieser Ort schreit nach Haiangriffen, es gibt eine Fischhaltestruktur, bei der die Felsen und das Riff ins tiefe Wasser abfallen - und Haie patrouillieren in diesem Gebiet.“

Ob seelenruhig oder panisch – keiner der Augenzeugen hätte das Opfer der Hai-Attacke retten können.

Während sich diese Information immer mehr verbreitet, interessiert die Social-Media-User auch weiterhin viel mehr das „verstörende“ Video. „Die Tatsache, dass jemand gestorben ist, während jemand anderes an Land fischt“, sei den User-Kommentaren zufolge „beunruhigend“. Was die Menschen weniger interessiert: Die Augenzeugen konnten einfach nichts gegen die tödlichen Hai-Attacken ausrichten – und das hätten sie auch nicht, wenn sie nicht gefilmt hätten. Zahlreiche Videoaufnahmen legen die Fassungslosigkeit seitens der Zeugen an Land offen. Sichtlich erschüttert schrien sie um Hilfe. Jeder Filmmoment dokumentiert die vorherrschende Angst. Umso außergewöhnlicher also der scheinbar seelenruhige Angler. *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.




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