Stinksauer wegen Sterni-Bier

Weil es sein Lieblingsbier nicht gibt: Mann will Netto-Filiale abfackeln

Weil Netto nicht sein Lieblingsbier führt, droht ein Mann der Zentrale stinksauer, den Laden abzufackeln. Statt Bier gibt es Besuch von der Polizei.

Großenhain – Seine offensichtlich brennende Leidenschaft für eine ganz bestimmte Hopfenkaltschorle hat einen Bierliebhaber aus Sachsen, wo jüngst Corona-Proteste mit Fackel-Aufmarsch bei Sachsens Gesundheitsministerin stattfanden, fast zu einer Straftat hingerissen. Weil die örtliche Netto-Filiale nicht „seine“ Biermarke führte, griff der 43-jährige wutentbrannt zum Hörer und rief in der Zentrale der Discounter-Kette an. Aber nicht etwa, um höflich um die Aufnahme seiner bevorzugten Biersorte ins Sortiment zu bitten.

Unternehmen:Netto Marken-Discount
Hauptsitz:Maxhütte-Haidhof
Gründung:1928, Regensburg
Mitarbeiter:84.000
Filialen:4273

Netto hat Lieblingsbier nicht: Stinksaurer Mann will Filiale abfackeln

Wie die Polizei Sachsen meldet, drohte der 43-Jährige bei seinem stinksauren Anruf in der Netto-Vertriebszentrale in Bayern, die Filiale in seinem Wohnort Großenhain im Landkreis Meißen in Brand zu stecken, wenn er dort auch weiterhin nicht sein heißgeliebtes Leipziger „Sternburg“ kaufen könne. Aus Rache werde er den Supermarkt, in dem wie bei Aldi, Edeka und Lidl 2022 neue Corona-Regeln gelten*, abzufackeln, wenn dieser nicht sein Lieblingsbier ins ständige Angebot aufnehme.

Ein Mann droht damit, eine Netto-Filiale anzuzünden, weil er sein Lieblingsbier nicht bekommt. (kreiszeitung.de-Montage)

Drohanruf bei Netto, weil es Lieblingsbier nicht gibt – dumm: Rufnummer nicht unterdrückt

Weil der rabiate Biertrinker aber nicht nur sich selbst und seine Beherrschung, sondern auch seine Rufnummernunterdrückung vergaß, war es für die Polizei anschließend ein Leichtes, den „Sterni“-Liebhaber über seine Handynummer innerhalb kürzester Zeit ausfindig zu machen. Mehrere Beamten rückten daraufhin aus und überraschten den konsternierten Sachsen mit einer Privataudienz. Ob der 43-Jährige nüchtern angetroffen wurde – oder ob Alkohol im Spiel war, was nach der Corona-Impfung ebenso wie Sport und Schmerzmittel wenig ratsam ist*, ist nicht bekannt.

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Biertrinker brennen die Sicherungen durch – Polizei überrascht den Mann mit einem Hausbesuch

Die Beamten sprachen ein ernsthaftes Wörtchen mit dem Mann – und machten ihm unmissverständlich klar, dass keine Bierliebe der Welt handfeste Drohungen rechtfertige, und diese eine Straftat darstellten. Nach einer sogenannten „Gefährder-Ansprache“ kassierten die Polizisten das Handy des Mannes ein, beließen es jedoch bei einer Verwarnung: „Eine Ernsthaftigkeit wurde aus polizeilicher Sicht ausgeschlossen“, teilte die Polizei mit. Was man von anderen Racheaktionen, die in die Tat umgesetzt wurden, wie die der Bankerin, die über 20.000 Kundendaten löschte, weil ihr gekündigt wurde oder die der Frau, die das Haustier ihres Mannes frittierte, weil er nicht putzen wollte*, nicht behaupten kann. *kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Christian Thiel/imago/David Ebener/dpa

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