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Russisches Flugzeug sitzt in München fest – jetzt schon 24.000 Euro Parkgebühr

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Von: Yannick Hanke

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Eine Maschine der russischen Fluggesellschaft Aeroflot sitzt wegen des Ukraine-Kriegs am Münchner Flughafen fest. Die Parkgebühren sind schon jetzt immens.

München – Es ist der 27. Februar 2022, nur drei Tage nach dem Beginn vom Ukraine-Krieg. Ein Airbus der russischen Fluggesellschaft Aeroflot strandet wegen des Angriffskrieges von Russlands Präsidenten Wladimir Putin am Flughafen München. Seitdem hat sich an der Situation des Fliegers nicht viel geändert. Noch immer steht die Maschine im Erdinger Moos. Wie es mit dem Flugzeug weitergehen soll, ist unklar.

Russischer Flieger sitzt am Münchener Flughafen fest – Luftraum für Flüge von und nach Russland gesperrt

Wie unter anderem der Bayrische Rundfunk (BR) berichtet, war der Airbus aus St. Petersburg kommend am Münchner Flughafen gelandet. Nach einer Stunde sollte die Aeroflot-Maschine eigentlich wieder in die Lüfte abheben. Doch dazu sollte es nicht kommen. Denn in der Zwischenzeit hatte Deutschland den Luftraum für Flüge von und nach Russland bereits gesperrt. Deswegen musste das Flugzeug aus Russland am Boden bleiben – und das bis heute.

Ein Flugzeug der russischen Airline Aeroflot auf dem Rollfeld am Münchener Flughafen.
Wegen des Ukraine-Kriegs und einer Sperrung des Luftraums sitzt ein russischer Flieger am Münchener Flughafen fest. (Symbolbild) © Andreas Haas/imago

Wann der Flieger wieder abheben kann? Das weiß bislang niemand. Das offenbar geleaste Flugzeug kann die Fluggesellschaft Aeroflot auf jeden Fall weiterhin nicht nach Russland zurückholen. Einsam und verlassen sitzt der 158-Sitzer auf dem Flughafen München fest. Indes ist ein Passagier eines Flugzeugs über sich hinausgewachsen und hat den Flieger ohne jegliche Flugerfahrung gelandet. Zuvor war der eigentliche Pilot ohnmächtig geworden.

Parkgebühren von mehr als 24.000 Euro: Russischer Flieger am Flughafen München wird täglich teurer

Wie „merkur.de“ berichtet, heißt es im Internet bis heute, dass der Flug zurück nach St. Petersburg als „storniert“ angezeigt wird. Die Crew des Flugzeugs hätte wohl bereits auf Umwegen die Heimreise angetreten. Nach Angaben eines Flugsprechers, auf den sich sowohl der BR als auch „merkur.de“ berufen, werden täglich Parkgebühren in Höhe von 342 Euro fällig. Fällig war auch die Geburt des Kindes eines Piloten, der wegen des freudigen Ereignisses das Flugzeug kurz vor Abflug verließ.

Bislang, Stand Mitte Mai 2022, sind so schon mehr als 24.000 Euro an Parkgebühren zusammengekommen – Tendenz steigend. Wie aber könnte es in näherer Zukunft mit dem Flugzeug weitergehen? Die Airline Aeroflot darf den Airbus erst dann selbst abholen, wenn der Luftraum wieder freigegeben wurde. Also erst nach dem Ende des Ukraine-Kriegs, das bisher nicht absehbar ist.

Flieger von Airline Aeroflot wohl nur geleast – Leasinggeber könnte sich Airbus aus München zurückholen

Möglicherweise gibt es aber noch eine andere Option. Hierfür muss jedoch erst einmal die genaue Herkunft des Flugzeugs geklärt werden. Laut „merkur.de“ lautet die offizielle Kennung, im Grunde das Nummernschild, nämlich VP-BET. Dies sei kein russischer Code, das „B“ würde für die Bermudas stehen. Das gibt Grund zur Annahme, dass Aeroflot den Flieger lediglich geleast hat.

Nun aber zu der zweiten Option: Der Leasinggeber hätte die Möglichkeit, sich seinen am Münchener Flughafen feststeckenden Airbus zurückzuholen und sich nach einer neuen Fluggesellschaft umzusehen. Doch ehe das nicht geschehen ist, verursacht das Flugzeug weiterhin hohe Kosten. Parkgebühren, die ihresgleichen suchen. Ein „bodenständiges“ und zugleich kostspieliges Flugzeug, wenn man so will.

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