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Restaurant-Team schmeißt hin: „Sieben Tage Arbeit, keine Wertschätzung“

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Von: Bjarne Kommnick

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Das gesamte Team eines Restaurants kündigt aus Protest geschlossen. Der Grund: Fehlende Wertschätzung, sieben-Tage-Woche und Unterbezahlung.

Macon – Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Filiale der Restaurantkette Barberitos im US-amerikanischen Macon haben alle gemeinsam und gleichzeitig gekündigt. Der Grund dafür sind miese Arbeitsbedingungen in dem Burrito-Geschäft gewesen, wie „wgxa.tv“ berichtet. Am Vordereingang des Lokals hinterließ das Personal den Kundinnen und Kunden noch eine letzte Botschaft. Das Foto davon geht auf Social Media viral.

Stadt:Macon
Fläche:660,2 km²
Bevölkerung:152.555
Höhe:116 m

Ganzes Team schmeißt hin: „Fehlende Wertschätzung und Unterbezahlung“

Auf dem Zettel an der Fensterscheibe schreibt das Personal: „Laden ist geschlossen. Alle Mitarbeiter kündigen wegen fehlender Wertschätzung und Unterbezahlung“. Weiter heißt es: „Wir haben im vergangenen Monat sieben Tage die Woche gearbeitet und hatten kaum Freizeit“.

Team verabschiedet sich von den Gästen: „Es tut uns so leid und wir lieben euch alle“

Doch zu den Gästen des Restaurants scheinen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein gutes Verhältnis zu haben: „Es tut uns so leid und wir lieben euch alle“. Auch in Temple kündigte ein Restaurant-Team, weil die Chefs „keinen Respekt“ hatten. In Apache schmiss das ganze Personal eines Einkaufladens hin, weil es zu heiß war.

Botschaft vom Personal eines Restaurants.
Das gesamte Team eines Barbertios-Restaurant in Macon hat gekündigt und eine Botschaft hinterlassen. © Katelyn Mathews / Facebook

Restaurant-Team schmeißt hin: „Haben sieben Tage die Woche gearbeitet“

Ein Sprecher des Unternehmens Barberitos reagierte daraufhin auf die Vorwürfe: „Was die Behauptungen betrifft, dass Mitarbeiter sieben Tage am Stück arbeiten müssen, ist einfach nicht wahr“. Zudem leide der Standort unter Personalmangel: „Leider hat ein örtlicher Gastronom gleich sechs unserer Mitarbeiter gleichzeitig eingestellt“, heißt es in einer Erklärung. Außerdem spiele die Coronakrise ebenfalls eine Rolle, das habe die Situation besonders verschärft.

Restaurant-Team kündigt gemeinsam – geteilte Reaktionen im Netz

Doch selbstverständlich ändern die ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Filiale deshalb nicht ihre Meinung. Im Netz bekommt das Personal geteilte Meinung für ihren Schritt. Ein User schreibt ironisch: „Einen Monat jeden Tag arbeiten, wie schlimm, Geld zu verdienen“ und trifft damit auf viel Zustimmung. Eine Userin kontert: „Jeder der sagt, einen Monat lang jeden Tag zu arbeiten ist leicht, soll sich mal bei 45 Grad in die Küche stellen und dafür unterbezahlt werden. Ich glaube, die würden ihre Meinung wieder schnell ändern“. Fest entschlossen zu kündigen hingegen war ein Laden-Team in Rochester, das ebenfalls über einen Hungerlohn geklagt hatte.

Ein Nutzer findet: „Genau richtig gemacht, das Personal darf nicht für die Fehler in der Führungsetage bezahlen müssen“. Ein anderer Nutzer stimmt dem zu: „Das Personal ist nicht undankbar und auch nicht faul, die wollen überleben“, ein User kommentiert: „Genau das passiert, wenn man sein Personal wie Müll behandelt“. Erst zuletzt zeigte das Personal einer McDonalds-Filiale ihre gemeinsame Kündigung auf Tiktok und ging damit viral.

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