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Peinlich: Werkstatt warnt Kunden vor niedrigem Motorölstand – er fährt ein E-Auto

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Von: Julia Schöneseiffen

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Einer Autowerkstatt in München unterlief ein Fauxpas: Sie warnte einen Tesla-Fahrer vor einem geringen Motorölstand. E-Autos benötigen allerdings kein Motoröl.

München – Elektromobilität boomt – und das, obwohl besonders in ländlichen Gebieten häufig über fehlende Lademöglichkeiten geklagt wird. In Niedersachsen kommt beispielsweise auf 22 E-Autos nur eine Ladesäule. Doch im Gegensatz zu Autos mit Verbrennermotor weisen E-Autos ein deutlich geringeres Wartungsaufkommen auf. Da reine Elektroautos keinen Verbrennungsmotor haben, benötigen sie beispielsweise auch kein Motoröl. Dieser Fakt scheint allerdings noch nicht bei allen angekommen zu sein. Denn einem Münchner Tesla-Fahrer wurde von seiner Reifenwerkstatt „Euromaster“ per Brief empfohlen, den Motorölstand seines Fahrzeugs überprüfen zu lassen. Im Internet sorgt das für spöttische und entsetzte Kommentare.

Hersteller:Tesla
CEO:Elon Musk
Gründung:1. Juli 2003
Hauptsitz:Austin, Texas, USA
Umsatz:53,82 Milliarden USD (Stand: 2021)

E-Auto-Fauxpas: Werkstatt fordert Kunden dazu auf, den Motorölstand seines Teslas zu prüfen

In dem Forum „Tesla Fahrer und Freunde“ rief der Brief viel Aufregung unter den Mitgliedern hervor. Dort hatte der betroffene Tesla-Fahrer das Schreiben der Werkstatt hochgeladen. In dem Brief wird dem Kunden empfohlen, seinen Motorölstand zu prüfen. Dieser sei beim letzten Besuch gering gewesen, heißt es in dem Schreiben weiter. Wie es zu diesem Anschreiben kam, ist nicht klar. Der Fahrer des Tesla Model 3 nimmt es aber mit Humor: „War letztens bei Euromaster Reifen wechseln und heute habe ich diesen Brief bekommen! Das macht mir schon Sorgen, vielleicht sollte ich diesen kostenlosen Service in Anspruch nehmen…“

Ein Tesla, der geladen wird, eine Person, die einen Motorölstand überprüft und der Brief von einer Münchner Werkstatt.
Kurios: Ein E-Auto-Fahrer wird von seiner Werkstatt dazu aufgefordert, seinen geringen Motorölstand prüfen zu lassen. (Montage) © Till010/ttf-forum.de/imago

Doch viele Mitglieder des Auto-Forums zeigen sich empört. Kommentare wie „Sowas gehört definitiv abgemahnt“, „Das ist schon grenzwertig von Euromaster. Da wird mit der Angst gespielt. Geht gar nicht“ und „Ich bin eigentlich nicht der, der sofort nach Verbraucherschutz und sowas ruft – aber das hier ist ja echt kack-frech“, reihen sich aneinander.

Niedriger Motorölstand beim Elektroauto? Brief einer Werkstatt sorgt für Empörung im Tesla-Forum

Andere Forumsmitglieder hingegen suchen nach einer möglichen Erklärung für den Fauxpas der Werkstatt. Einige Nutzer vermuten, dass es sich dabei lediglich um einen Systemfehler handelt. So vermutet ein Mitglied: „Der Servicemann füllt ein Formular aus, wo abgefragt wird ‚Motorölstand‘ – der weiß, dass es ein Elektroauto ist und kreuzt an ‚kein oder wenig Öl‘, weil es keine Option ‚Elektrofahrzeug‘ gibt – und schon druckt die Software dann so einen Text auf die Rechnung.“ Demnach liege der Fehler bei der Service-Eingabemaske, die nicht auf Elektroautos angelegt ist.

Trotz der wachsenden Beliebtheit von Elektromobilität stoßen E-Autos nicht nur auf Begeisterung. Dass Tesla E-Autos im Wert von 125 Millionen Euro schrotten musste oder ein brandneuer Tesla nicht heizte, fördert eine kritische Haltung gegenüber Tesla und weiteren Herstellern von Elektroautos. Außerdem sorgen die steigenden Strompreise und fehlenden Lademöglichkeiten für große Probleme. Sogar der Geschäftsführer von Renault rät vom Kauf eines E-Autos ab, wenn keine eigene Lademöglichkeit besteht.

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