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„Nicht Wucher, sondern das Letzte“: Café verlangt 23,90 Euro für Eisbecher

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Von: Bona Hyun

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Ein Düsseldorfer Eiscafé verlangt wegen „gestiegener Kosten“ 23,90 Euro für einen Eisbecher. Kunden sind stinksauer – und machen ihrem Ärger im Netz Luft.

Düsseldorf – Viele Gastronomen leiden unter immensen Kostendruck und den steigenden Lebensmittelpreisen. Nicht nur in Supermärkten wird Fleisch teurer, Mehl und Hefe sind längst knapp und teuer – von Speiseöl, das in Hamburg schon von Security bewacht werden muss, ganz zu schweigen. Restaurantbetreiber müssen vor diesem Hintergrund Preise für Speisen erhöhen, keine Frage. Ein Düsseldorfer Café schießt nun allerdings den Preisvogel ab – und kassiert dafür reichlich Kritik: Unter anderem verlangt man dort für einen simplen Eisbecher satte 23,90 Euro. Die Begründung lässt bei solch schwindelhaften Preisen dann auch noch zu wünschen übrig.

Eiscafé in Düsseldorf:Eis café Ra Luna
Serviceoptionen:Speisen vor Ort, zum Mitnehmen, kein Lieferdienst
Adresse:Rathausufer 11, 40213 Düsseldorf

Düsseldorfer Café verlangt 23,90 Euro für einen Eisbecher – Kosten seien gestiegen

Viele Verbraucher fragen sich bei den gestiegenen Lebensmittelpreisen, wie man beim Einkauf im Supermarkt Geld sparen kann oder auch bei sonstigen Ausgaben in der Freizeit. Beim Café Ra Luna an der Rheinuferpromenade müssen die Gäste alleine für Eis tief ins Portemonnaie greifen: 23,90 Euro kostet dort ein Eisbecher, zwei Kugeln Kindereis sollen laut der Rheinischen Post 9,90 Euro kosten. Da überlegt man sich wohl zweimal, ob der Genuss das Geld wert ist. Die Frage stelle sich aktuell auch die Gäste eines Restaurants, das wegen steigender Kosten nun Eintritt verlangt: Drei Euro pro Gast werden für den Besuch fällig.

Gäste im Eiscafé und ein Kellner mit einem Eisbecher
Das Eiscafé Ra Luna verlangt 23,90 Euro für einen Eisbecher. Kunden sind völlig empört wegen der überzogenen Preise. (Symbolbild) © Becker&Bredel/imagebroker/siepmann/imago

Gäste zerreißen Eiscafé für Wucherpreise: „Haben mich geschockt!“

Im Netz hagelt es haufenweise Kritik von Gästen. Die Mehrheit ist geschockt von den überteuerten Preisen und die Qualität lässt zu wünschen übrig: „Die Preise haben mich geschockt! Für diese Waffel mit bisschen Erdbeeren und 1 Kugel Eis und meinem „Becher“ mit 3 Kugeln Eis und Sahne haben wir 29 Euro bezahlt. (...) Deutlich besseres und günstigeres Eis schon gegessen“, lautet das Fazit einer Kundin auf Google. „(...) 48,70 Euro für drei Spaghettieis????? (...). Das ist nicht Wucher, sondern das Letzte!“, fasst eine weitere Kundin den Besuch im Café zusammen.

Ein anderer Kunde habe sich „zusammenreißen“ müssen, um sein „gutes Benehmen nicht zu verlieren“, so außer sich war er wegen der Preise. Zumal habe das „Eis nach NICHTS geschmeckt“ und weiter: „Jedes Fertigeis aus dem Discounter schmeckt besser als diese Pampe“. Ein weiterer Gast wird vermutlich keinen Fuß mehr ins Eiscafé setzen, nachdem er ein Spaghettieis gegessen hatte, was „original einfach nur nach Schuhsohle mit aromatisiertem Erdbeere-Papier“ geschmeckt habe.

Im Café Ra Luna ist nicht nur Eis überteuert – 5,90 Euro für Cappuccino

Den Kundenrezensionen nach ist nicht nur das Eis überteuert. Auch der Preis für einen Cappuccino sei „unterirdisch“. Dafür verlange das Café 5,90 Euro und für ein Bier 7, 90 Euro. Für eine Waffel mit wenigen Eiskugeln zahlt man 16 Euro. Wenig verwunderlich, dass so viele Kunden enttäuscht sind.

Eiscafé verteidigt überteuerte Preise „Kugeln sind ja besonders groß“

Auf die Aufregung um die hohen Preise reagierte ein Sprecher des Cafés gegenüber der Rheinischen Post folgendermaßen: „Unsere Eiskugeln sind besonders groß, wir bemühen uns um beste Qualität bei den Produkten und schnellen und freundlichen Service.“ Zudem hätten ihre Zulieferer die Preise erhöht, von daher müssten die Preise so bleiben, wie sie wären. Sonst würden das Café ein Minusgeschäft machen. Dennoch: Viel Sympathie gibt es nicht im Netz seitens der Kunden. In der nördlichen Hansestadt haben die Gastronomen neben der Preissteigerung zusätzlich mit Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen: Jedem sechsten Restaurant in Hamburg droht die Corona-Pleite.

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