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Netflix fordert Geld für Unterkonten: Regel soll Account-Sharing stoppen

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Von: Bjarne Kommnick

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Account-Sharing ist in der Streaming-Welt gang und gäbe. Nun will Netflix dagegen etwas unternehmen. Nicht das erste Mal. Ist es jetzt doch vorbei mit illegalen Profilen?

Los Gatos – Der Streaming-Anbieter Netflix will mit kostenpflichtigen Unterkonten gegen Account-Sharing vorgehen, deshalb müssen sich Kundinnen und Kunden wohl auf eine Preiserhöhung einstellen. Denn viele Nutzerinnen und Nutzer teilten sich bislang einen gemeinsamen Account, um den monatlichen Kosten zu entgehen. Demnach könnten auf einem Account gleich mehrere Benutzerprofile erstellt werden. Eigentlich sei diese Funktion dafür gedacht, dass innerhalb eines Haushaltes alle Zugang zu Netflix haben. Doch häufig werde diese Tatsache missachtet, Account-Sharing ist längst zum Trend geworden.

MedienunternehmenNetflix
Mitarbeiterzahl9400
Umsatz25 Milliarden USD (2020)
Gründung29. August 1997, Scotts Valley

Netflix fordert Geld für Unterkonten – und will damit Account-Sharing verhindern

Dabei ist Account-Sharing rechtlich gesehen verboten. Viele große Anbieter wie Netflix, Amazon Prime und Co würden ein unrechtmäßiges Nutzen ihrer Kundinnen und Kunden jedoch nicht kontrollieren oder verfolgen, obwohl dabei erhebliche Umsätze verloren gehen dürften. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass rund ein Drittel aller Nutzerinnen und Nutzer Account-Sharing betreiben könnten. Deshalb versucht das Unternehmen gezielt Geld für das Teilen eines Benutzerprofils zu verlangen.

Young couple watching online content in a smart phone.
Zusammenschauen geht immer, doch Netflix möchte gezieltem Account-Sharing nun einen Strich durch die Rechnung machen. © imago

Kundinnen und Kunden hätten dann nur noch die Möglichkeit bis zu zwei kostenpflichtige Unterkonten, sogenannte Sub-Accounts, in Höhe von 2,71 Euro je Konto anzulegen. Den Versuch starte Netflix jedoch erst in Chile, Peru und Costa Rica, bevor das Unternehmen die Maßnahme auf den weltweiten Markt ausdehnen könnte. Zwischenzeitlich habe Netflix bereits versucht mit einer PIN-Code-Abfrage Account-Sharing zu unterbinden, jedoch nur mit wenig Erfolg.

Netflix: Illegal geteilte Konten dürfen aufgewertet werden

Mit dem Einführen von kostenpflichtigen Sub-Accounts könnten aktuelle Konten, die illegal geteilt werden würden, aufgewertet werden. Andere Anbieter wie beispielsweise DAZN seien sogar noch strenger in ihren Richtlinien, dort sei es genau genommen nur dem Abonnenten selbst erlaubt, das Programm aufzurufen. Von Sky etwa heißt es „In unseren Geschäftsbedingungen ist eindeutig festgelegt, dass die Kunden ihre Kontodaten nicht außerhalb ihres Haushalts weitergeben dürfen.“

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Ob die Maßnahme von Netflix den gewünschten Erfolg für das Unternehmen bringt, scheint fraglich. Denn technisch gesehen sei es trotzdem nicht möglich Account-Sharing endgültig zu bannen. Erst vor kurzem stellte es sich heraus, dass Preiserhöhungen von Netflix unrechtmäßig gewesen seien und Kunden somit über 200 Euro zurückfordern könnten. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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