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Nach Tod von Frauchen: Die Paketbotin schenkt ihrem Hund neues Zuhause

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Von: Ulrike Hagen

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Fast täglich trifft Paketbotin den Leo auf ihrer Tour, dann stirbt seine Besitzerin. Bei der UPS-Fahrerin findet der „sanfte Riese“ ein neues Zuhause.

Rancho Cucamonga, Kalifornien – Es gibt genug heldenhafte Vierbeiner, die Menschenleben retten, wie Hund Henry, der einem Baby mit Atemnot das Leben rettete* oder den Hund, der ein Mädchen vor einer Panikattacke rettete – und bei ihr ein neues Zuhause findet. Nun ist es also mal umgekehrt. Eine UPS-Paketbotin rettet einen verwaisten Hund aus ihrem Liefergebiet, dessen Besitzerin gestorben war, vor einem ungewissen Schicksal. Nachdem sie die traurige Nachricht hört, beschließt sie sofort, den sanften Riesen, der ihr täglich auf ihrer Route begegnet, aufzunehmen.

Unternehmen:United Parcel Service (UPS)
Hauptsitz:Atlanta, Vereinigte Staaten
Gründung:28. August 1907, Seattle, Vereinigte Staaten
Umsatz:97,3 Milliarden Dollar.
Mitarbeiter:543.000

Frauchen stirbt – da adoptiert die Paketbotin aus dem Viertel den Hund

Gerade erst sorgte die Geschichte vom Retter auf vier Pfoten, dem Hund „Leo“, der sein Herrchen vor dem Feuertod bewahrte, für Gänsehaut. Nun ist ein Namensvetter des Helden aus Borken die Hauptfigur einer herzzerreißenden Geschichte: „Leo“ ist ein verwaister American Pit Pull Terrier, dessen Frauchen völlig überraschend starb, und vor dem ein ungewisses Schicksal lag. Doch es nahte Hilfe aus ungeahnter Richtung. Als die UPS-Fahrerin Katie Newhouser über einen Facebook-Post vom Tod der Besitzerin erfährt, nimmt sie kurzerhand Kontakt zu deren Sohn Connor auf.

Die UPS-Fahrerin Katie Newhouser und ihr adoptierter Hund Leo
Die UPS-Fahrerin Katie Newhouser adoptiert den Pitbull Leo, nachdem dessen Herrchen stirbt. (kreiszeitung.de-Montage) © Katie Newhouser Facebook/Animal Channel

Bewegendes Schicksal: Der verwaiste Hund Leo wurde schon als Welpe ausgesetzt

Schon vor längerer Zeit hatten der freundliche Welpe und die örtliche UPS-Paketauslieferin enge Banden geknüpft. „Leo fing immer an zu bellen, wenn ich in den Wohnkomplex einfuhr – und sprang immer in meinen Wagen, wenn ich anhielt“, schrieb Katie in einem Facebook-Post. Daraufhin freundet sich die Paketbotin schnell auch mit Leos Besitzerin Tina an. Sie erzählte Katie, dass ihr Sohn Connor den kleinen, von Unbekannten ausgesetzten Leo von der Straße aufgelesen hatte, als er noch ein Welpe war, und sie ihn mit der Flasche aufzog.

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Als Leos Besitzerin stirbt, trifft Katie sofort die Entscheidung, den sanften Riesen aufzunehmen

Doch nicht nur zu seinem Frauchen Tina fasst Leo Vertrauen. Gegen alle Klischees wird der große Tollpatsch zum Fan der Paketbotin: „Leo hörte meinen Lastwagen in die Wohnanlage fahren und fing an zu bellen und an der Tür zu kratzen. Er liebte es, in den Lastwagen zu kommen und sich hinten umzusehen!“, so Katie gegenüber „People“. Bis zu dem Tag, der alles verändert. Leos Frauchen stirbt – und Katie erfährt davon über Social Media. Als die UPS-Fahrerin die erschütternde Nachricht vom Tod der Hundebesitzerin Tina hört, kontaktiert sie sofort deren Sohn Connor. Der ist Marinesoldat, und kann den Hund daher nicht selbst behalten. Ohne lange zu überlegen, fasst Katie einen beherzten Entschluss.

Sie bietet an, Leo aufzunehmen. Obwohl Katie bereits drei kleine Welpen zu betreuen hat, ist ihre persönliche Bindung zu Leo einfach zu stark, um den sanften Riesen einem ungewissen Schicksal zu überlassen. Und vier Hunde sind nun wirklich betreuungsintensiv – nicht erst, seit Hundehalter wegen des neuen Gassi-Gesetzes von 2022 auf die Uhr schauen müssen, weil Bußgeld droht, wenn sie nicht oft und lange genug mit den Vierbeinern spazieren gehen.

Verwaistes „Riesenbaby“ freundet sich schnell mit seinen drei neuen Geschwistern an

Nachdem der Pittbull, der zu den großen Hunden gehört, die ein Politiker abschaffen will, weil sie „so klimaschädlich wie SUVs“ seien, in seiner neuen Heimat einzieht, entwickelt sich schnell eine enge Beziehung auch zu Katies anderen süßen Welpen. „Wahrscheinlich war es anfangs verwirrend für ihn, aber er hat sich gut eingelebt“, so Katie. „Er und sein Bruder Moose sind unzertrennlich. Bailey, seine Schwester, hat eine Weile gebraucht, um sich an ihn zu gewöhnen, aber jetzt spielen sie sogar miteinander.“ Das neue Frauchen postet die guten Nachrichten auf der UPS Dogs Facebook-Seite, und wird gefeiert.

Der adoptierte Pitbull Leo und sein Freund
Der adoptierte Pitbull Leo hat mit „Bruder“ Moose einen neuen Freund gefunden. (kreiszeitung.de-Montage) © Katie Newhouser Facebook

Fügung des Schicksals: Aus der innigen Freundschaft wird eine innige Familie

„Leo vermisste Tina, als er hier ankam“, erklärt sie dem „People“-Magazin: „Er jammerte nachts, bevor er einschlief. Das war wirklich herzzerreißend. Ab und zu tut er das immer noch. Ich weiß, dass er sie vermisst.“ Trotz seiner traurigen Momente hat Leo einen guten Weg hinter sich und liebt es inzwischen, mit seinen neuen Hunde-Geschwistern zu spielen. Obwohl weder Leo noch Katie damit gerechnet haben, dass eine Fügung des Schicksals sie für immer zusammenbringen würde, ist es eine süße Erleichterung zu wissen, dass aus ihrer Freundschaft eine Familie für immer entstanden ist.

„Er hat so viel Persönlichkeit, man könnte meinen, er sei ein Mensch“, schwärmt die neue Hunde-Mama, „Er ist der süßeste und liebenswerteste Hund, den Sie je kennenlernen werden.“ * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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