Mythos um Monsterhai lebt

Megalodon nicht ausgestorben? Riesige Bisswunde an Hai nährt Mythos

Eine Animation eines Monsterhais Megalodon.
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Eigentlich gilt der prähistorische Monsterhai „Megalodon“ seit mehr als drei Millionen Jahren als ausgestorben. Doch nun gibt es Vermutungen, dass dies nicht stimmt.

Existiert die Haiart Megalodon etwa doch noch? Riesige Bissspuren an einem Weißen Hai nähren jetzt den Mythos, der Riesenhai sei gar nicht ausgestorben.

Ensenada, Mexiko – Eigentlich gilt der prähistorische Monsterhai Megalodon seit mehr als drei Millionen Jahren als ausgestorben. Doch, immer wieder ranken sich hartnäckige Mythen um den Riesenhai, der als das mächtigste Raubtier der Welt gilt. Jetzt haben eben diese Mythen wieder neues Futter erhalten. Das alles klingt ähnlich nach Seemannsgarn wie die Geschichte von dem Mann, der von einem Wal verschluckt wurde und überlebte* – doch wer weiß?

Tierart:Hai
Überordnung:Galeomorphii
Ordnung:Makrelenhaiartige (Lamniformes)
Familie:Otodontidae
Gattung:Otodus
Art:Megalodon

Wie die britische Boulevard-Zeitung „Daily Star“ berichtet, will der Taucher Jalil Najafov vor der mexikanischen Insel Guadalupe im Golf von Kalifornien ein Foto eines verletzten Weißen Hais geschossen haben, dessen Wunde womöglich von einem Megalodon stammen könnte. „Ich war wirklich überrascht, denn so etwas habe ich noch nie in meinem Leben gesehen“, wird der Taucher zitiert. Die häufigsten Funde von Megalodons sind fossile Zähne, die auch als die größten derzeit bekannten Haizähne gelten.

Monsterhai Megalodon nicht ausgestorben? Taucher filmt Weißen Hai mit gigantischer Bissspur

Davon, dass es sich um Bissspuren eines Megalodons handeln könnte, sind jedenfalls etliche Social-Media-Nutzer überzeugt. Die Bissspuren würden belegen, dass der Monsterhai noch immer durch unsere Ozeane streife. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist dies aber so gut wie unmöglich, doch zeigt ein Bild, dass laut „Daily Star“ aus dem Jahr 2019 stammt, einen Weißen Hai mit einer riesigen Bisswunde auf seinem Rücken.

Während derzeit also die Wissenschaft daran rätselt, woher die Bisswunde stammen könnte – womöglich von einem anderen Hai – und warum sich Artgenossen dermaßen angegangen sind, sind sich etliche Social-Media-User bereits sicher, dass es sich um einen Megalodon handeln muss. „Megalodon Haibiss“, kommentiert ein User auf der Seite des Tauchers bei „Instagram“. Ein anderer kommentiert nur mit dem Wort „Meg!“, das für Megalodon steht.

Doch es werden auch andere Theorien und Erklärungen auf der Plattform „Instagram“ kommentiert. Einige Nutzerinnen und Nutzer tippen darauf, dass die Wunde auch aus einen Kampf zwischen dem Weißen Hai und einem Orca (Schwertwal) stammen könnte. Andere sind der Meinung, dass die Wunde auch durch Menschenhand entstanden sein könnte. Etwa durch Hinterlassenschaften im Ozean oder ähnliches.

„Die Form weist für mich wahrscheinlich auf einen Biss von einem anderen Hai hin“, ist sich Dr. Tristan Cuttridge, wissenschaftlicher Leiter der Forschungseinrichtung „Saving the blue“ in Miami, sicher. Er wurde durch den Taucher Jalil Najafov zu einer Expertise aufgefordert. „Ich würde eine Paarung wahrscheinlich aufgrund der Position ausschließen, da die Wunde so aussieht, als wäre sie ein bisschen verheilt und obwohl Paarungsnarben unangenehm sein können, sind sie oberflächlicher“, so der Wissenschaftler. Genug Futter also, um weiter für heiße Gerüchte um den Megalodon zu sorgen.

Rückkehr des Monsterhais Megalodon: Bisswunde deutet auf Angriff eines anderen Hais hin – aber warum?

Erst im vergangenen Frühsommer war ein Video im Netz aufgetaucht, dass einen Megalodon dabei zeigen soll, wie er ein Kreuzfahrtschiff umkreiste*. Viele Nutzer glaubten, es handelte sich dabei um einen dieser rieisigen ausgestorbenen Haie. Das Video auf TikTok wurde inzwischen fast 70 Millionen Mal angeschaut.

Eine ähnlich kuriose Entdeckung haben jüngst spanische Fischer im Mittelmeer gemacht. Sie konnten einen sogenannten Mondfisch fangen*. Nach einer Untersuchung durch Forscher der Universität Sevilla wurde das gut drei Meter große und zwei Tonnen schwere Tier wieder freigelassen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben im Oktober die gefrorenen Überreste von drei Peltoperleidus-Exemplaren in Luoping in der chinesischen Provinz Yunnan entdeckt*. Die Fossilien sind nach Angaben der Forscherinnen und Forscher 244 Millionen Jahre alt. * kreiszeitung.de und fnp.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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