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„Großartige Aktion“: Mädchen mit Down-Syndrom startet Spendenlauf – für ihren kranken Opa

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Von: Bjarne Kommnick

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Weil ihr Großvater erkrankt ist, hat ein Mädchen mit Downsyndrom einen Spendenlauf gestartet. Die Aktion wird zum vollen Erfolg.

Whitley Bay – Die 10-jährige Britin Rowan Ridley aus Whitley Bay hat einen Spendenlauf gestartet, um Geld für die Forschung gegen Multiple Sklerose zu sammeln. Sie hatte die Aktion auf Eigeninitiative zu Ehren ihres Großvaters gestartet, der selbst unter der Krankheit leidet. Deshalb hat sich das Mädchen mit Down-Syndrom das Ziel gesetzt, 32 Kilometer entlang der Nordseeküste zum Haus ihres Großvaters in Belsay zu laufen, um auf dem Weg Spenden zu sammeln.

Stadt:Whitley Bay
Einwohner:36.623
County:Tyne and Wear
Region:North East England

Mädchen mit Down-Syndrom startet Spendenlauf und sammelt über 1000 Euro

„Für viele Menschen klingt das nicht nach einer großen Sache“, sagt Vater Seth Ridley gegenüber der Nachrichtenagentur PA. „Aber sie hat Down-Syndrom und ist noch nie so weit gelaufen, das ist also eine ziemliche Herausforderung für sie.“ Doch ihr Einsatz zahlt sich buchstäblich aus. Insgesamt habe sie auf ihrer ersten Etappe schon rund 1150 Euro für die Forschung gegen Multiple Sklerose sammeln können.

Rowan Ridley Spendenlauf über 10 Kilometer.
Die 10-jährige Rowan Ridley hat einen Spendenlauf für ihren Großvater gestartet und ist dabei über 32 Kilometer weit gelaufen. © Just Giving/Rowan‘s MS Walk

In den nächsten Schulferien wolle sie ihren Lauf abschließen und weitere Spenden sammeln. Vor der Herausforderung sagte sie: „Ich sehe ihn nicht oft, er wohnt 20 Meilen (ca. 32 km) entfernt und ich werde 20 Meilen zu Fuß gehen.“ Ihr Großvater habe sich über die Aktion äußert dankbar gezeigt und mit ihr sogar einen Teil der Strecke mit dem Rollstuhl absolviert. Ebenfalls äußerst dankbar zeigte sich ein Mädchen mit Downsyndrom, das nach vielen Absagen endlich eine neue Familie gefunden hat.

Social Media feiert Mädchen mit Down-Syndrom für Spendenlauf: „Sollten sie alle dabei unterstützen“

Auf Social Media gibt es enorm viel Zuspruch für die rührende Aktion. „So jung und trotzdem hilfsbereiter als die meisten Erwachsenen“, schreibt eine Nutzerin auf Twitter. Ein anderer User schreibt: „Ich könnte weinen, ihr Einsatz lässt mein Herz schmelzen.“ Ein weiterer Nutzer kommentiert: „Wir sollten sie alle dabei unterstützen, großartige Aktion.“ Erst zuletzt wurde ein autistischer Junge im Netz gefeiert, weil er einen 160 Kilometer-Lauf absolviert hatte.

„Rowan beweist, dass man nie zu jung ist, um einen Unterschied zu machen und sie hat uns mit ihrer harten Arbeit und Entschlossenheit beeindruckt“, äußerte auch Clare Horwood von der Organisation MS Society, der die Spende zugedacht ist, laut „tag24.de“.

Ebenfalls rührend war die Aktion eines Staatsoberhauptes: Weil eine Schülerin gemobbt wurde, brachte der nordmazedonische Präsident das Mädchen mit Downsyndrom persönlich in die Schule. Ähnlich taten es ihm Biker, die einen gemobbten Jungen mit Downsyndrom in die Schule brachten.

Multiple Sklerose: Eine nicht-heilbare Krankheit, aber Symptome sind gut behandelbar

Die Krankheit Multiple Sklerose, kurz MS, bezeichnet eine chronisch entzündliche, neurologische Erkrankung, die das zentrale Nervensystem betrifft. Die Symptome der Krankheit sind, dass sich Nervenfasern und -zellen mit der Zeit im Körper abbauen und Betroffene einen Muskelschwund erleiden. Die Symptome werden durch eine Schädigung der Nervenisolierschicht hervorgerufen. Derzeit ist die Krankheit noch nicht heilbar.

Da der Grund für die Entzündungen im Körper bisher nicht abschließend geklärt werden konnte, gibt es nur die Möglichkeit, die Symptome zu behandeln, aber nicht zu heilen. Trotzdem kann die Behandlung mittlerweile so gut anschlagen, dass Patientinnen und Patienten ein beschwerdefreies Leben führen können.

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