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„Größter Goldfisch der Welt“: Angler fischt 30 Kilogramm Koi-Karpfen

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Von: Bjarne Kommnick

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Ein Angler sorgt mit dem Fang eines 30 Kilogramm schweren Koi-Karpfens für Furore. „Die Karotte“ löst eine Kommentar-Flut auf Social Media aus.

Rosnay-l’Hôpital – Der Angler Andy Hackett aus dem britischen Kidderminster in Worcestershire hat in einem See im französischen Rosnay-l’Hôpital einen riesigen Koi-Karpfen geangelt. Im Netz wird er bereits als der „größte Goldfisch der Welt“ gefeiert. Sein Angel-Kollege und Manager der Angelseen, Jason Cowler, postet von dem Seebewohner Bilder und Videos auf Social Media, die nun viral gehen. Rund 30 Kilogramm bringt der orangefarbene Koi-Karpfen auf die Waage und ist ein echter Hingucker.

GemeindeRosnay-l’Hôpital
Bevölkerung212
Fläche12,47 km²
BezirkGrand Est

„War auch pures Glück“: Angler fängt Rekord-Koi-Karpfen

Hackett erklärte gegenüber „dailymail.co.uk“: „Ich wusste immer, dass die Karotte da drin war“, denn so lautet sein Spitzname für seinen Fang, den er bereits länger im Auge gehabt hätte: „Aber ich hätte nie gedacht, dass ich sie fangen würde“. Denn ein ganz unbekanntes Tier sei der Koi-Karpfen nicht in den sogenannten Bluewater Lakes in der französischen Champagne: „Wir haben die Karotte vor etwa 20 Jahren in den See gelassen. Seitdem ist sie gewachsen und gewachsen, aber sie zeigt sich nur sehr selten und ist äußerst schwer zu fangen“, so Cowler, ähnlich wie ein an Japans Küste gesichteter riesiger Riemenfisch.

30 Kilogramm schwerer Koi-Karpfen.
Der britische Angler Andy Hackett hat einen 30 Kilogramm schweren „Goldfisch“ gefangen. © Jason Cowler

Genau genommen handelt es sich bei dem Fisch um eine Hybridart aus einem Lederkarpfen und einem Koi-Karpfen. Doch für beide Arten ist der Fisch ungewöhnlich groß und schwer. Denn Lederkarpfen würden im höchsten Fall 14 Kilogramm auf die Waage bringen, Koi-Karpfen könnten zwar durchaus schwerer als 20 Kilogramm wiegen, ein 30 Kilogramm sei jedoch eine echte Ausnahme, genau wie der Fang eines Mannes aus NRW, der einen 100 Kilogramm Riesen-Wels im Rhein gefangen hatte. Im Fraser River hatte ein Angler sogar einen 266 Kilogramm schweren Urzeitfisch gefangen.

Angler kämpft 25 Minuten lang mit 30 Kilogramm Koi-Karpfen

Der 42-jährige Hackett hätte insgesamt 25 Minuten damit verbracht, den Koi-Karpfen aus dem Wasser zu ziehen. „Ich wusste, dass ich einen großen Fisch an der Angel hatte, als er meinen Köder nahm und mit ihm hin und her und auf und ab schwamm. Dann kam sie 30 oder 40 Meter entfernt an die Oberfläche und ich sah, dass der Fisch orange war“.

„Es war großartig, es zu fangen, aber es war auch pures Glück“, erklärt der stolze Angler nach seinem Fang. Doch selbstverständlich sei das Tier nicht dazu bestimmt gewesen, endgültig aus dem Wasser gezogen zu werden, nach ein paar Beweisfotos ließ Hackett den Fisch zurück in den See, immerhin haben die Tiere eine Lebenserwartung von rund 60 Jahren. Cowler erklärt: „Sie ist in ausgezeichneter Gesundheit und Verfassung. Herzlichen Glückwunsch an Andy zu einem großartigen Fang.“

Angler fängt „größten Goldfisch der Welt“ – auch wenn es gar keiner ist

Das Netz kommentiert fleißig die Bilder der „30-Kilogramm-Karotte“. Ein User auf Facebook schreibt: „Also wenn das nicht mal der größte Goldfisch der Welt ist, dann weiß ich auch nicht“. Auch wenn es sich technisch gesehen eben nicht um einen Goldfisch handelt, wie ein Nutzer nochmal klarstellt: „Es ist ein Karpfen, kein Goldfisch. Es hat Schnurrhaare. Goldfische haben keine Schnurrhaare“.

Eine Nutzerin berichtet von einer ähnlichen Begegnung, die sie mit solch einem Wesen gemacht hatte: „So einen habe ich als Kind beim Baden im See gesehen. Seitdem habe ich Angst vor Wasser“. Zeigt, wie mächtig die sonst eher mittelgroßen Fische in Ausnahmen wirken können. Einem Nordseefischer ist zuletzt ein mysteriöser „Babydrache“ ins Netz gegangen, der ebenfalls für Furore gesorgt hatte.

Social Media-User kritisieren Koi-Karpfen-Fang: „Lass ihn doch einfach leben“

Auch wenn ein Video deutlich zeigt, wie Hackett den Fisch wieder zurück ins Wasser lässt, gibt es dennoch Kritik für den Fang. „Wenn ich den Fisch nicht essen will, dann muss ich ihn doch nicht unnötig quälen, nur um ihn gefangen zu haben“. Einen Shitstorm erntete auch ein Angler, der einen „Alien-Hai“ aus dem Meer gefischt hatte.

Auch ein anderer kommentiert: „Angelhaken verschlucken, aus dem Wasser gezogen werden und am Land halb verrecken, ob dem Fisch der Fang auch so viel Spaß gemacht hat wie euch?“ Ein weiterer schreibt: „Warum muss man ihn fangen, lass ihn doch einfach im See leben“. Immerhin: Das kann die „Karotte“ nun wieder ziemlich ungestört.

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