„Kaum zu fassen!“

Frau füttert Tauben mit veganem Essen – und muss Strafe zahlen

Eine Frau fütterte Tauben mit Resten von ihrem veganem Brot. Beamte verhängten ihr dafür ein Strafgeld von 150 Pfund. Dürfen Tauben etwa nicht vegan essen?

Manchester City – Eine Frau wollte ihr letztes Stück von ihrem veganen Brot teilen, als sich mehrere Tauben um sie versammelten. Ohne groß nachzudenken, zerkleinerte sie die veganen Reste und warf sie den Vögeln zum Fraß zu. Sie hatte sich zuvor vegane Kost zum Mitnehmen beim Bäcker „Greggs“ gekauft und stieß dann auf dem Weg auf eine kleine Schar hungriger Vögeln, die sich direkt um sie scharrten. Als sie die Tauben mit ihrem Brot fütterte, „erwischen“ sie Beamte vom Manchester City Council – und brummen ihr eine Geldstrafe von 150 englischen Pfund auf. Die Veganerin ist fassungslos und klagt den Stadtrat an.

ManchesterStadt im Nordwesten von England
Fläche115,6 Quadratkilometer
Höhe38 Meter
Bevölkerung553.230 (2019)

Frau muss Strafe zahlen, weil sie Tauben mit veganem Brot füttert

Die Frau genoss ihr vegan „Sausage Roll“ von der Bäckerei „Greggs“, die verschiedene vegane Kost anbietet – extra für Kunden wie die 22-jährige Kerris komplett ohne tierische Produkte ernähren. Die Veganerin war in Manchester zu Besuch, um ihren Bruder zu treffen und wollte auf dem Weg ihren veganen Snack auf einer Parkbank verzehren. Sie fand „sehr süß“, wie sich ihr mehrere Tauben ohne Scheu annäherten. „Es war nur noch ein Bissen übrig. Ich liebe einfach Tiere, ich bin ja auch Veganerin. Das vegane Brotstück zerriss ich in kleine Stücke. Es war nur eine kleine Gruppe an Tauben und keine große Herde.“ So schildert sie ihre Fütterungsaktion.

Geldstrafe für die 22-Jährige, die veganes Brot an Tauben verfütterte. Die Veganerin ist stinksauer.

Kurz darauf rückten Beamte von der Manchester City Council an und verlangten ihren Ausweis. Dann ordneten sie für Kerris eine Geldstrafe von 150 Pfund Sterling wegen Vermüllung des Bodens an. Immerhin: Würde die Veganerin innerhalb von zehn Tagen für das Strafgeld aufkommen, würde der Betrag auf 120 Pfund Sterling reduziert werden. „Das ist empörend! Es ist verrückt mich so zu behandeln, als hätte ich den Boden zugemüllt!“, so Kerris.

Veganerin ist stinksauer über Geldstrafe – und klagt Beamte an

Kerris, die nicht nur Veganerin, sondern auch Tierfreundin ist, platzt vor Wut. „Es blieb nicht mal ein Krümel auf dem Boden!“, sagte sie in einem Interview mit der „Sun“. Sie setzte sich Stadtrat von Manchester City in Verbindung, um sich zu beschweren. „Ich hätte aufgehört (die Tauben mit veganem Brot zu füttern), wenn man mich dazu aufgefordert hätte! Es ist einfach nur schockierend“, wetterte die stinksaure Veganerin.

Auf ihre Beschwerde bekam Kerri keine Rückmeldung. Die Veganerin hätte sich so lange gedulden müssen, bis ihr Fall vor Gericht geht – genauso wie diese Fälle von Kerris Gleichgesinnten, denn dieser endete fast tödlich: Eine Veganerin musste sich vor Gericht verantworten, weil sie ihrem Mitbewohner veganes Essen unterjubelte. Diese Veganerin wurde vom Gericht zu Fleisch verdonnert* – sie soll ihrem Kind künftig drei Fleischmahlzeiten pro Woche auftischen.

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Veganerin zahlt Strafe von 120 Pfund Sterling, weil sie Tauben veganes Brot gab

Schlussendlich beklagte die Veganerin ihre Geldstrafe, da sie die höhere Summe von 150 Pfund Sterling vermeiden wolle. Sie sei immer noch ziemlich wütend und schockiert. Für sie glich der Vorfall im Park einer Bloßstellung vor ganz vielen Menschen. „Das war das teuerste Mittagessen, was ich je hatte! Ich werde nie wieder zum Piccadilly Garden zurückkehren – es ist kaum zu fassen!“

Fassungslos war auch diese Veganerin, die im Krankenhaus nichts zu essen bekam und die Klinik anklagte. Bei dieser Kundin, war der Grund ihrer Wut ziemlich kurios: Die Veganerin verklagte KFC, weil es da nur Hähnchen gab. Aber auch die neuen veganen Angebote vom Fastfood-Lokal sorgen nicht für Friede, Freude, veganem Eierkuchen: Kunden drehen wegen Vegan-Chicken von KFC komplett durch. Immerhin müssen sie kein Strafgeld bezahlen – und können sich stattdessen ein anderes Restaurant suchen. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Oberhaeuser/imago

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