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Familienvater zahlt auf 100 Kilometer im E-Auto nur 1,60 Euro für Strom

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Von: Bona Hyun

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Ein E-Auto-Fahrer dokumentiert seine Kosten für Verbrauch und Stromversorgung. Die Bilanz: 1,60 Euro Stromkosten für eine Strecke von 100 Kilometern.

Schweiz – Elektroautofahrer mussten sich immer wieder auf plötzliche Preiserhöhungen einstellen und sind wohl mit am stärksten von den steigenden Strom- und Gaspreisen in 2022 betroffen. Die daraus resultierende Kostenklatsche für E-Auto-Fahrer, weil Strom langsam teurer als Benzin wird, macht für Verbraucher einen Umstieg aufs E-Auto nicht sonderlich attraktiv– doch ein Elektroauto-Besitzer aus der Schweiz bewies kürzlich, wie kostengünstig das Fahren eines Elektroautos sein kann. Er zahlte nämlich innerhalb der letzten zwei Jahre als Verbraucher für eine Strecke von 100 Kilometern nur 1,60 Euro an Stromkosten. Klingt eigentlich viel zu schön, um wahr zu sein, wie die Geschichte eines E-Auto-Fahrers, der für 1100 Kilometer 0 Cent zahlte – weil er alles geschnorrt hat.

Hyundai KonaSUV-Modell
UVPAb 35.650 Euro
Reifengröße215/55R17
Motorleistung136 bis 204 PS

Familienvater schafft im Schnitt 100 Kilometer mit dem E-Auto bei nur 1,60 Euro Stromkosten

Der Autofahrer Jürgen Baumann aus der Schweiz wechselte vom Verbrenner auf das E-Modell Kona von Hyundai um. Seit zwei Jahren dokumentiert der Familienvater den Verbrauch seines Elektroautos und die zugehörigen Kosten. Eine Akku-Ladung soll für 449 Kilometer ausreichen. Baumann kam innerhalb der zwei Jahre auf eine sogar etwas höhere Durchschnittsreichweite von 478 Kilometern. Doch das wirklich überraschende sind seine extrem niedrigen Energiekosten für das Fahren seines E-Autos. Baumann nämlich zahlt im Schnitt auf 100 Kilometer nur 1,60 Euro für Strom. Ein mit seinem Wagen vergleichbarer Diesel-SUV verursache dagegen rund 9 Euro Kraftstoffkosten auf 100 Kilometern.

Ein Elektroauto beim Aufladen und die zu berechnenden Ladekosten
Ein Elektroauto kostet für einen Schweizer 1,60 Euro – bei einer Strecke von 100 Kilometern. © stadtratte/imago

Für viele Autofahrer wäre das ein wahr gewordener Traum und neben der verlängerten Innovationsprämie für Elektroautos ein Anreiz, vom Verbrenner auf ein Elektroauto umzusteigen. Baumann möchte Kritiker ebenso davon überzeugen, dass E-Autos für Lang- oder Kurzstrecken und Urlaube geeignet sind. Während für eine Familie ein Kurztrip mit dem E-Auto zur nahezu endlosen Odyssee wurde,kann sich Baumann laut des Magazins „Efahrer“ über solche Horrorfahrten nicht beschweren.

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Elektroauto unterwegs laden: Gratis Strom und genug Ladestationen auf Langstrecken

Selbst auf längeren Strecken stellt für Baumann das Laden unterwegs kein Problem dar. Er bezieht den Großteil seiner zu ladenden Strom-Menge gratis von seinem Arbeitgeber, von Hotels oder auch Einkaufszentren. 18 Prozent lädt er dabei immer an teuren Schnell-Ladern und den Rest zu Hause. „Wir sind also recht effizient unterwegs, trotz Ausflügen in die Berge und Fahrten auf Autobahnen“, berichtet Jürgen in einem Interview mit „Efahrer“. Selbst das Laden an der Autobahn funktioniere reibungslos und Schnellladestationen fände er stets genug. Da hat er offenbar großes Glück, denn durchschnittlich gibt es in Deutschland nur eine Ladesation auf 21 E-Autos*.

Auch darum verweisen zahlreiche Kritiker darauf, dass E-Autos für Langstrecken und Urlaube nichts taugen. Besonders einer äußerte sich gerade erst deutlich: Pierer Mobility Chef findet, E-Mobilität sei „von Politik gepushter Schwachsinn“. Fakt ist jedenfalls, dass E-Auto-Fahrer an Ladestationen oft den doppelten Strompreis zahlen, weil die Anbieter Kosten „völlig willkürlich“ erheben. Gerade in der kälteren Jahreszeiten brauchen Elektroautos nicht nur zusätzlich Strom, weil Kälte die E-Auto-Akkus lahm legt* – auch darüber hinaus gibt es häufiger mal Probleme: Eine Familie wäre fast im Auto erfroren, weil der brandneue Tesla nicht heizte. E-Auto-Fan Baumann sind derlei Tücken aber nach eigenen Angaben völlig unbekannt.* kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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