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„Erobert die Welt“: Niedersachse bringt erotischen Karpfen-Kalender 2023 raus

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Von: Bjarne Kommnick

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Der „Carponizer Carp Calender“ zeigt Riesenkarpfen – und nackte Frauen. Laut Cloppenburger Hersteller eine unschlagbare Kombi. Doch es hagelt auch Kritik.

Emstek – Der „Carponizer Carp Calandar“ ist ein erotischer Karpfen-Kalender aus Deutschland, der auch 2023 an den internationalen Markt gehen soll. Hersteller Hendrik Pöhler erklärt: „Fischen ist eines der größten Hobbys weltweit und der erotische Karpfen-Kalender Carponizer erobert die Welt“. Er zeigt, wie jedes Jahr, leicht oder gar nicht bekleidete Frauen, die mit Riesenkarpfen posieren. Dafür hagelt es jedoch auch ordentlich Kritik.

GemeindeEmstek
Bevölkerung11.343
Fläche108,1 km²
BürgermeisterMichael Fischer

Karpfen-Kalender soll die „meisten“ Männer ansprechen

Seit einigen Jahren schon posieren jährlich Frau und Fisch Seite an Seite für den „Carponizer Carp Calandar“. Der Ort des Fotoshootings ändert sich jedes Jahr, für 2023 ging es ins niedersächsische Emstek. Das Örtchen ist die Heimat von Kalender-Erfinder Hendrik Pöhler. Auch die niedersächsischen Feuerwehrfrauen aus Beverstedt brachten zuletzt einen Kalender raus. Das Karpfen-Kalender-Angebot zeigt 12 Frauen, eine je Monat, die in erotischer Pose mit einem Karpfen posieren. Hersteller Pöhler erklärt: „Der Kalender ist aus zwei Gründen beliebt – die Idee ist sehr speziell, aber sehr einfach. Die meisten Männer gehen gerne angeln und sie lieben auch schöne Frauen, also warum nicht beides kombinieren?“ Erst vor kurzem ging ein Fischer viral, der einen 30 Kilogramm Koi-Karpfen gefangen hatte. Allerdings bekleidet.

„Gutes Wetter, schöne Models, ein perfekter Karpfen“: Ideale Bedingungen für Kalender nicht einfach

Die Aufnahmesession beschreibt er als äußerst kompliziert: „Das Shooting für den Kalender war sehr aufwendig. Alles muss perfekt sein – gutes Wetter, schöne Models, ein perfekter Karpfen, den man vorher fangen muss“. Demnach könne es „also Stunden oder sogar Tage dauern, jedes Foto aufzunehmen.“ Ein Exemplar kostet rund 19 Euro und sei bereits jetzt zu bestellen.

Karpfen-Kalender kassiert Tierquälerei-Vorwürfe: „Sechs Wochen andauernder Qual für die Fische“

Doch für den Kalender hagelt es auch Kritik. The Quint, eine englisch- und hindisprachige indische Website mit allgemeinen Nachrichten und Meinungen, postete direkt nach einer vergangenen Kalenderveröffentlichung: „Das ist Tierquälerei 101“. Weiter heißt es: „Die Karpfen werden aus dem Wasser gezogen und minutenlang nach Luft schnappend zurückgelassen, bevor sie wieder ins Wasser gesetzt werden, damit sie nicht sterben“, schrieb der Autor.

Carponizer Karpfen Kalender.
Der Karpfen-Kalender wird auch 2023 wieder auf den internationalen Markt gehen. © carponizer.net

„Der Fotograf hat 6 Wochen gebraucht, um das Shooting zu absolvieren. Das sind sechs Wochen andauernder Qual für die Fische“, so The Quint. „Die Karpfen werden aus dem Wasser gezogen und minutenlang nach Luft schnappend zurückgelassen, bevor sie wieder ins Wasser gesetzt werden, damit sie nicht sterben“, heißt es weiter.

„Traurig, wie Frauen sich selbst sexualisieren“: Auch Sexismus-Vorwürfe gegen Karpfen-Kalender

Auf Social Media häufen sich zudem negative Kommentare über die Models. Ein User schreibt: „Nun, es ist ein Kalender für Karpfenfans, aber traurig, wie Frauen sich selbst sexualisieren müssen, ermutigt vom Designer des Kalenders, um die Leute zum Kauf der Kalender zu ermutigen.“ Selbiges gilt natürlich auch für beispielsweise den Pirelli-Kalender – aber spätestens, wenn so Kurioses wie ein Karpfen-Kalender und Sexismus zusammenkommen, kann man schon mal Schnappatmung kriegen. Nicht nur als Fisch.

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