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Unternehmen entwickelt Straßen-Beton, der E-Autos beim Fahren auflädt

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Von: Christian Einfeldt

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Ein deutsches Unternehmen könnte die Elektromobilität revolutionieren und E-Autos Traum-Reichweiten ohne Ladestopp bescheren: mit besonderem Beton.

Oberhaching – Die aktuellen News der Automobilindustrie zeigen, inwiefern der Straßenverkehr schon bald anders gestaltet werden könnte. Das Aus für Verbrenner ist endgültig besiegelt – auch Hersteller Kawasaki bestätigte bereits, ab 2035 nur noch E-Motorräder produzieren zu wollen*. Das zumindest vorläufige Fazit: Die Verbrenner-Motoren weichen den zukunftsträchtigen Elektroautos. Ideen wie die von VW, die schon bald kabelloses Laden ohne E-Auto-Ladesäule möglich machen könnte, sind Futter für den Siegeszug der E-Branche. Aktuelle eklatante Hindernisse, wie die Tatsache, dass es oft weit und breit keine Lademöglichkeiten für E-Autos*, gibt, könnte nun ein Oberhachinger Unternehmen über kurz oder lang irrelevant werden lassen: Mit einem speziell entwickelten Beton E-Autos könnten schon bald während der Fahrt geladen werden.

Unternehmen:Magment GmbH
Gründung:2015
Sitz:Oberhaching

Deutsches Unternehmen erfindet Beton, der E-Auto-Akkus während der Fahrt lädt

Die Ziele sind gesteckt: Geht es nach einer Firma aus Oberhaching, könnten E-Autos schon bald während der Fahrt laden. Dem Chaos an Ladestationen würde damit endgültig ein Ende gesetzt werden. Ein drohender Preisanstieg an E-Auto-Ladesäulen oder willkürliche Strompreise für Elektroautos* könnten als Ärgernis für E-Auto-Fahrer dank der Erfindung der kluugen Unternehmer bald der Vergangenheit angehören. Es ähnelt der Idee, einer Straße, die E-Autos beim Fahren auflädt* – und könnte die Elektromobilität enorm voranbringen.

Das Unternehmen Magment will also nicht zuletzt dem Tarifchaos beim Laden der E-Autos ein Ende bereiten. Gegründet im Jahre 2015, arbeitet das bayrische Unternehmen seit April 2021 unter Hochdruck an einer Umsetzung ihrer Vision. Wie das funktionieren soll? Laut 24auto.de beruft sich Magment in Anlehnung an den Firmennamen auf den physikalischen Gesetzen des Magnetismus – dank dem Beton das Wunder des Aufladens vollbringen können soll. Magment strebt nichts anderes als eine weltweite Produktion an. Gespräche mit Politik und anderen Unternehmen laufen bereits an. Das Geld liegt also sprichwörtlich auf der Sprache.

Beton, der als Straßenbelag Elektroauto kabellos laden kann: So funktioniert die Innovation

So könnte das E-Auto tatsächlich während der Fahrt geladen werden: Das Patent hätte das Unternehmen Medienberichten zufolge bereits vor rund 18 Jahren angemeldet. Nun läuft die Planung also auf Hochtouren. In Kooperation mit einem der größten Zementhersteller, namentlich das Schweizer Unternehmen Holcim, soll Keramik in Beton eingearbeitet werden. Das Laden der E-Autos könnte infolgedessen durch Metalloxide ermöglicht werden. Dabei würde es sich laut 24auto.de um Bestandteile handeln, die eine Reaktion hervorrufen, wenn sie erstmals auf Magneten treffen.

Der magnetische Untergrund könnte den Elektroautos zur endlosen Reichweite verhelfen. Die Entwicklerinnen und Entwickler wollen zudem im Beton eine Spule einbauen. Jene soll wiederum an das Stromnetz angeschlossen werden. Sobald ein E-Auto darüber fährt, setzt der spannungsvoll erwartete Moment ein: Der Strom wird kabellos in die Batterie des E-Autos übermittelt.

Ein Elektroauto fährt auf einer Straße mit einem elektrischen Muster
Das deutsche Unternehmen Magment entwickelt einen Beton, der E-Autos während der Fahrt laden soll. (Symbolfoto/24hamburg.de-Montage) © Hauke-Christian Dittrich/dpa/Michael Bihlmayer/imago

Induktiv ladender Bodenbelag könnte auch in Lagerhallen Strom und Geld sparen: E-Gabelstapler kabellose laden

Die innovative Idee könnte außerhalb der Straße insbesondere in Hallen Anklang finden – etwa da, wo Gabelstapler arbeiten. Wie 24auto.de berichtet, würde der Boden zunächst mit dem eigens entwickelten Beton ausgetauscht werden. Die entsprechende Oberfläche könne man je nach Belieben gestalten und der E-Gabelstapler würde so stets geladen werden. Das spare, sei zweckmäßig und preiswert. Gerade deshalb könnte die Idee aus dem Hause Magment großes Interesse bei der Industrie und in der Waren-Logistik wecken.

E-Auto durch Beton während der Fahrt induktiv laden: Erste Autobahn-Projekte bereits in Planung

Natürlich will sich Magment auch auf die Straße begeben. In Erwägung gezogen wird etwa die Errichtung einer speziellen Fahrspur – ob im Innerorts-Straßenverkehr oder auf der Autobahn. Insbesondere der Busverkehr sei für dieses Unterfangen prädestiniert. Magments Geschäftsführer, Mauricio Esguerra, bestätigte zuletzt, dass man sich bezüglich einer ersten Umsetzung des magnetischen Untergrunds auf einer Autobahn im Austausch befinden würde. Der US-Bundesstaat Indiana baut aktuell eine Autobahn – inklusive einer 400 Meter langen Test-Strecke mit der Innovation des deutschen Unternehmens. *kreiszeitung.de und 24auto.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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